Sonntag, 26. November 2017

[Rezension Jule] Cynthia Green - Wähle und zahle den Preis

Wähle und zahle den Preis von [Green, Cynthia]


Klappentext:

Cynthia Green studiert Kunst. Sie ist talentiert und durchsetzungsstark. In ihrer ersten Fotoarbeit stellt sie spannungsgeladen zwei Positionen gegenüber: Intimoperationen und Genitalverstümmelung - einerseits die grenzenlose Sucht nach Schönheit, die keine Tabus kennt, andererseits das grausame Ritual, welches auch heute noch in vielen Ländern an Frauen und Mädchen durchgeführt wird. Es kommt zu einem Skandal und Cynthia Green erscheint von jetzt auf gleich auf dem Radar der internationalen Kunstszene. Noch während diese Ausstellung weltweit gezeigt wird, plant Cynthia bereits ihr zweites Kunstprojekt. Die Zusammenarbeit mit einem Kunstfälscher bringt sie dabei an ihre Grenzen. Und auch ihr Privatleben wird kräftig durcheinander gewirbelt: Zunächst erlebt sie mit dem Musiker Baptiste paradiesische Tage und Nächte, dann verliebt sie sich in Alexander, der um einiges jünger ist als sie …

Erster Satz:

"Alle Städte sind gleich, nur Venedig ist anders".

Cover & Titel:

Das Cover interessierte mich von Beginn an und in Verbindung mit dem Titel machte mich das Buch neugierig. Es liegt schon eine Weile, aber jetzt wollte ich wissen, um was es hier ging. Das Cover ist genauso künstlerisch, verworren wie die Geschichte an sich und zeigt beim genauen hinsehen, das ein oder andere Detail. Der Titel ist anfangs nicht mit dem Buch in Verbindung zu bringen, erklärt sich aber im ersten Drittel des Buches. Eine runde und gelungene Interpretation des Buches.

Meine Erwartungen:

Ich kann gar nicht mehr so genau sagen, was mich motivierte dieses Buch anzunehmen. Ich glaube mich zu erinnern, das es nicht nur das Cover, sondern auch der Titel war. Ich glaube mir damals den Klappentext durchgelesen zu haben. Als ich das Buch jetzt zum Lesen in die Hand genommen habe, habe ich es nicht mehr gelesen und wusste nur noch, dass es um Kunst ging. Ich erwartete einen interessanten Roman um die Kunst. Als ich mich näher beschäftigte war etwas von Kunstfälscher zu lesen. Daraufhin erwartete ich unerwartete Spannungen.  

Meine Meinung zum Buch:

Puh, das Buch ist zweigeteilt. Es beginnt grandios. Ich war von ihrer ersten Ausstellung und wie sie es inszeniert hat begeistert, hypnotisiert. Ich googlete gleich nach Bilder der Ausstellung, fand aber nichts. Auch der Weg, wie sie zu den Buldern kam faszinierte mich. Ich war gefangen in der Geschichte. Parallel kam noch ein interessanter Amor angeflogen und zog sich durch die Geschichte. Nach dem ersten Teil der Ausstellung baute der Roman stark ab. Er wurde undurchsichtiger, es kamen immer mehr Personen dazu und noch mehr Amore. Ein "Typ" der mir unsympathisch war spielte eine Rolle, verlor nicht an Wichtigkeit, aber so richtig erfuhr man das Ende nicht. Die zweite Ausstellung hatte ihre eigene Geschichte, durch den wirrwar zwischendrin, war diese mal unterbrochen, was ich ziemlich schade fand. Und die zweite Liebesgeschichte habe ich nicht so richtig verstanden, auch nicht was dieser mit der Ausstellung zu tun hatte. Fand ich überflüssig, dennoch in gewisser Weise interessant. Der unantastbare Amor reizte mich jedoch mehr. Es wird eine imposante Lebensgeschichte der Künstlerin dargestellt, die einiges über die Kunstszene preis gibt. Sich immer wieder mit Büchern, Künstlern beschäftigt und auch für nicht Kunstkenner einen Weg in diese Szene öffnet. Schade nur, dass es nicht so grandios geendet, wie es begonnen hat. Die Geschichten und dargestellten "Bilder", Geschichten der ersten Ausstellung sind bewegend, gehen an die Nieren und gleichzeitig schockierend.


Zitat:


"Anfang der 70er Jahre übernahm Konrad Wagner ein gesundes, leistungsstarkes Unternehmen. Mit hohem praktischen Sachverstand ausgezeichnet, warf er stets ein Auge auf den Kunden, das andere auf den Kontostand. Mit dieser Firmenphilosophie gelang es ihm, die Produktionskapazitäten stetig zu erweitern, bis letztendlich 17 Wagnersche Metzgerei-Filialen in ganz München beliefert werden konnten." 

Fazit:

Ein Buch welches ich empfehlen kann. Es zeigt schockierende, an die Nieren gehende Geschichten die zu einer Kunst der etwas anderen Art führen und enden in einem Einblick in die Kunstszene bei der auch die Liebe eine große Nebenrolle spielt. Es öffnet auch nicht Kunstkenner einen Weg in diese Szene. 


Bewertung:

   

Leseprobe: hier klicken


Details zum Buch:

Autor: Cynthia Green
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform,
Genre: Roman
Seiten: 192
Erschienen am: 30.Oktober 2016
ISBN Taschenbuch:  978-1539830740
ISBN Ebook:
Preis: 9,99€
Preis EBook: 2,99 €


Über den Autor:

Wer Cynthia Green ist und Informationen zur Person gibt es im Netz nicht so viele, jedoch hat "das Lesesofa" ein Interview mit ihr geführt. Wer das Lesen möchte klickt auf den Link und schon kann er sich von dem Interview verzaubern lassen.


Hinweis
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar auf der Buchmesse in Leipzig zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich für das Vertrauen.

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