Freitag, 22. September 2017

[Hörbuch-Rezension C] Rowan Coleman - Zwanzig Zeilen Liebe

Klappentext:

Manchmal können zwanzig Zeilen die Welt bedeuten

Sorg dafür, dass dein Vater sich wieder verliebt. Iss jeden Tag Gemüse. Trau keinem Mann mit übermäßigem Bartwuchs. Tanz auf meiner Beerdigung zu Dean Martin. Nacht für Nacht bringt Stella diese und andere Zeilen zu Papier. Die Hospizschwester schreibt Abschiedsbriefe im Auftrag ihrer schwer kranken Patienten und überreicht deren Nachrichten, nachdem sie verstorben sind. Bis sie einen Brief verfasst, bei dem sie keine Zeit verlieren darf. Denn manchmal lohnt es sich zu kämpfen: Für die Liebe. Für das Glück. Für den einen Moment im Leben, in dem die Sterne am Himmel ein wenig heller leuchten …

Erster Satz:

"Lieber Len, tja, wenn du das hier liest, ist es passiert."

Cover & Titel:

Ich finde das Cover richtig schön. Man kann auf den ersten Blick erkennen, dass es sich um ein Roman handelt, in dem es um Briefe geht. Auch die kleinen Wolken passen gut zum Inhalt des Romans.
Ich habe den Roman über das Cover entdeckt, weil es mir so gut gefiel. Es sah nach einem Buch aus, welches mir gefallen könnte.

Meine Erwartungen:

Mal wieder habe ich mir den Klappentext nicht durchgelesen und wusste eigentlich nicht, was mich erwartet. Da ich Brief- und E-Mailromane generell sehr mag, freute ich mich und war gespannt, was mir die Briefe mitteilen würden.

Meine Meinung zum Buch:

Dieses Buch beschäftigt sich mit der Zeit kurz vor dem Tod und spielt zum größten Teil im Hospiz. Als Leser dürfen wir Stella, Hugh und Hope (und indirekt auch Ben, Issy und Vinzent) kennenlernen und sie 7 Nächte in ihrem Leben begleiten.

Stella ist eine Krankenschwester in einem Hospiz, in dem auch Hope, Issy und die Mutter von Hugh liegen. Sie ist das Bindeglied zwischen den Personen und deren Geschichten. Als Krankenschwester hat sich Stella der Aufgabe angenommen die letzten Worte der Patienten in einem Brief festzuhalten und an die Hinterbliebenen zu übergeben.

Diese Briefe sind herzzerreißend, traurig und lustig zugleich. Sie beinhalten die Worte, die die Patienten noch sagen wollen, aber nicht mehr aufschreiben können. 
Durch diese Briefe erfährt der Leser, welche Gedanken sich diese Personen machen. Einige Briefe werden in der Handlung integriert, sodass der Leser auch die Geschichte hinter dem Brief erfährt.

Als Leser habe ich einen Einblick gewonnen, wie die Patienten, aber auch die Verwandtschaft mit den verschiedenen Krankheiten umgehen, wie sie sich kurz vor dem Tod fühlen oder versuchen mit einer Krankheit zu überleben. Man erfährt aber auch, wie wichtig es ist jemanden an seiner Seite zu haben, der einen in den schweren Zeiten unterstützt.

Obwohl das Buch von vielen Schicksalsschlägen berichtet und zeitweise sehr traurig ist, musste ich durch die zum Teil sehr ironische Art der Charaktere viel lachen. Es war ein Buch, welches sich sehr realistisch angefühlt hat. Es war, als gäbe es die Personen wirklich.

Ich ärgere mich, dass ich das Buch als Hörbuch gehört habe und nicht gelesen. Denn ich glaube, die Gefühle in dem Roman wären bei mir während des Lesens noch stärker gewesen. Dadurch, dass ich die Worte nur hörte und nicht gesehen habe, blieb eine gewisse Distanz zwischen dem Buch und mir und dadurch trafen mich die Gefühle nicht ganz so stark. Dennoch war es ein tolles Buch was mich sehr berührt hat.

Sprecher:

Die Stimmen der Sprecher haben gut zu den Charakteren gepasst. Durch die Stimmfarbe in Kombination mit den Beschreibungen konnte ich mir die Personen gut vorstellen und hatte ein ziemlich detailliertes Bild von ihnen.
Es war auch sehr angenehm das Hörbuch mit verschiedenen Sprechern zu hören, da ich so genau wusste, welche Person gerade spricht.

Zitat:

"Ich höre das Brodeln des Wasserkochers in der Küche, und als noch das Rascheln von einer Kekspackung hinzukommt, denke ich, vielleicht wäre etwas Zucker gar nicht schlecht, um mich ein bisschen abzulenken. Vor Issys Tür bleibe ich stehen und überlege, ob sie wohl noch wach ist und liest, aber in ihrem Zimmer ist es dunkel und still. Ihre Mutter ist bei ihr, sie hat den Arm um ihre Tochter gelegt, und Issys Kopf ruht auf der Brust ihrer Mutter." 


Fazit:

Mitten aus dem Leben eines Hospiz. Sehr berührende Geschichte


Bewertung:

    

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Details zum Buch:

Autor: Rowan Coleman
Aus dem Englischen von Marieke Heimburger
Sprecherin: Achim Buch, Merete Brettschneider, Anne Weber, Samuel Weiss
Buchverlag: PIPER
Hörbuch Verlag: Osterworld - Hörbuch Hamburg
Genre: Belletristik, Liebesroman
Seiten: 416
Länge: 2 CDs 606 Minuten.
Erschienen am: 31.08.2015
ISBN Taschenbuch: 978-3-492-30994-3
ISBN Ebook: 978-3-492-97106-5
ISBN Hörbuch: 978-3-86952-292-0
Preis Taschenbuch: 9,99 €
Preis EBook: 8,99 €
Preis Hörbuch: 19,99 €

Über die Autorin:

Rowan Coleman lebt mit ihrer Familie in Hertfordshire. Wenn sie nicht gerade ihren fünf Kindern hinterherjagt, verbringt sie ihre Zeit am liebsten mit dem Schreiben von Romanen. Zuletzt stand sie mit Einfach unvergesslich wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Über die Sprecher:

Achim Buch
Achim Buch studierte an der Folkwang-Hochschule Essen und war an Theaterbühnen in Frankfurt, Hamburg und Freiburg engagiert. Als freier Schauspieler gastiert er unter anderem in Dresden, München und Berlin. Er wirkt zudem in Serien wie Tatort oder Küstenwache mit. Als Hörbuchsprecher ist er wegen seiner tiefen Stimme vor allem bei Krimifans beliebt.

Merete Brettschneider
Merete Brettschneider arbeitet als Synchronsprecherin (Emergency Room u.a.), Schauspielerin (z.B. Unter Uns) und Hörbuchsprecherin. Sie hat bei verschiedenen Hörspielreihen feste Rollen und wirkt bei Gesangsproduktionen mit. Auch für Lesungen, denen sie mit ihrer jugendlichen Stimme einen besonderen Charme verleiht, ist Merete Brettschneider gefragt.

Anne Weber
Anne Weber war nach ihrer Ausbildung unter anderem am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und am Schauspiel Köln engagiert. Die Boy-Gobert-Preisträgerin wirkt in vielen Liederabenden von Franz Wittenbrink mit und ist in der Musikrevue Schuld daran sind wir, Jungs von und mit Conny Schirmer zu sehen.

Samuel Weiss
Samuel Weiss, deutscher Schauspieler und Theaterregisseur, spielte am Burgtheater, am Schauspiel Frankfurt, am Landestheater Tübingen und am Staatstheater Stuttgart. Seit 2001 ist er Ensemblemitglied des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. Zudem ist er in zahlreichen TV-Produktionen zu sehen, zum Beispiel in Die Albertis, Bella Block oder Die Küstenwache, und arbeitete als Sprecher und Moderator beim Südwestrundfunk. Im Hörspiel Raumschiff Titanic von Douglas Adams und Terry Jones wirkte er in verschiedenen Rollen mit.


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