Sonntag, 27. August 2017

[Rezension Jule] Linne van Sythen - Wenn du mich endlich liebst

Klappentext:

Als Annas Baby stirbt, sie ihren Mann beschuldigt und sich trennt, gesteht Bardo ihr endlich seine Liebe. Obwohl er sich rührend um sie kümmert, kann er ihr Herz nicht erobern. Er bedrängt Anna so sehr, dass sie sogar in eine andere Stadt flieht. Bardo folgt ihr heimlich. Weil sie inzwischen mit Mario zusammen ist, wirbt er nicht offensiv um sie, sondern mailt er ihr über eine Internetpartnerschaftsagentur als Thomas. Als Anna ihn tatsächlich treffen will, zögert Bardo. Was passiert, wenn Anna entdeckt, dass Thomas ihr alter Freund Bardo ist? Und muss er Mario nicht erst von ihr wegtreiben? Besessen taktiert Bardo immer gewagter und verstrickt sich in sein Netz aus Lügen und Intrigen. Dabei kommt Anna ihm auch noch auf die Spur. Hat er nun endgültig verloren? Oder kann es für ihn und Anna doch noch die ersehnte große Liebe geben?

Erster Satz:

Bardo schlug mit der flachen Hand auf seinen Schreibtisch 

Cover & Titel:

Das Cover finde ich toll und passt sehr gute zum Titel. Beim genauen hin sehen, sieht man ein halbes Herz. Es ist schlicht und nicht kitschig, klar und eindeutig. Das Cover ist ein typisches Cover von Bookshouse würde ich sagen. Der Titel spricht Bände und dadurch, dass das MICH groß geschrieben ist, weiß man gleich, dass es sich um eine Person handelt. Es geht also nicht um die Liebe allgemein, sondern um eine Liebe. Ein schönes gelungenes Zusammenspiel, welches harmonisch auftritt. 

Meine Erwartungen:

Da ich das Buch zu einer Blogparade passend bekommen habe, die den Tote trägt Online-Dating/ Online-Liebe, bin ich davon ausgegangen, dass es sich um Inhalte rund um dieses Thema handelt. Also eine Geschichte, bei der das Internet eine große Rolle spielt. Die Inhaltsangabe hatte ich nicht gelesen, dass gewöhne ich mir gerade ab, da der Klappentext meist schon den größten Inhalt des Buches wiederspiegelt. Und in diesem Falle von Buch den ganzen. Leider. Zum Glück habe ich im Vorfeld darauf verzichtet ihn zu lesen. 

Meine Meinung zum Buch:

Es ist schade, dass ich es sagen muss, aber das Buch hat mich wenig überzeugt. Es hätte der Geschichte und dem Buch gut getan, wenn es etwa 100 Seiten weniger gehabt hätte. Es lies sich schon nicht so flüssig und dazu kam, dass es sehr langatmig war. Ich kann das Wort Anna, Bardo nicht mehr hören, es nervte mich schon. Da das aber die Hauptpersonen sind, ist es unerlässlich, dass die Namen fallen. Auf ein überspitztes Drama, folgte das nächste. Das einzige Drama war für mich das erste, was wirklich eins darstellte. Alle anderen waren schlimm? Nicht schön, aber künstlich hoch gespielt. Ich war zwischendurch echt gereizt und dachte nur noch:"Was ist denn jetzt schon wieder". Die doch eher schwache Persönlichkeit von Anna und die kranke Einstellung von Bardo kombiniert, war einfach anstrengend;schon beim Lesen. Das Ende ist für mich absolut nicht nach vollziehbar. Ich hoffe, dass in der Geschichte wenig Wirklichkeit lebt. Das Thema Onlineliebe ist nur kurz und eigentlich nebensächlich mit angeschnitten, auch wenn das der Hauptgrund für das Ende darstellt. Wenn das Buch kürzer gewesen wäre, nicht so viel theatralisch überspitzt und mehr auf den Punkt, wäre es wohl um einiges besser ausgefallen. Das Buch ist zwar nicht spurlos an mir vorbeigezogen, aber irgendwie mit negativen Emotionen besetzt. Ich fühle mich gereizt, genervt. Schade, denn die Geschichte könnte so schön sein, wenn der Ausgang anders wäre. Naja, oder der Typ gescheiter. Arme Anna. Drei Punkte bekommt es aber trotzdem, eben weil so viele, wenn auch negative Emotionen, transportiert wurden. Und weil ich unbedingt diesen Barolo testen muss und ein wenig mehr über Opern gelernt habe. :-)


Zitat:

"Dieses Mal also kein fehlender Brief, keine Opernzitate. Ein Gedicht von Dauthendey. Bardo hatte die Strophen in akkurater Handschrift niedergeschrieben.
Anna fasste sich an den Hals, als wöllte sie eine Schlinge wegziehen, die ihr die Luft nahm. Sie las die  weiteren Zeilen nicht und zerknüllte das Blatt Papier in den Händen. "

Fazit:

Eine sehr theatralisch, überspitzte Geschichte mit mehr Drama als sein müsste. 100 Seiten weniger und ein bisschen weniger von Allem hätte dem Buch nicht geschadet. Achso, man wird Wein- und Opernkenner. 

Bewertung:


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Details zum Buch:

Autor: Linne van Sythen
Verkauf durch: 
Verlag: Bookskouse
Genre: Frauenroman / Romance
Seiten: 449
Erschienen am: 10.01.17
ISBN: 978-9963-53-781-5
ISBN Ebook:
ePub: 978-9963-53-537-8Kindle: 978-9963-53-538-5
pdf: 978-9963-53-536-1
Zeichen: 699.177Preis: 14,99 €
Preis E-Book: 3,99 €



Über die Autorinnen:

Linne van Sythen ist das Pseudonym der Autorin Ursula Wohlfart. Sie studierte Soziologie und Pädagogik und veröffentlichte viele Fachbücher. In der Belletristik startete sie mit einem Geschichtenband über Liebesturbulenzen in der Weihnachtszeit und einem Krimi „Zucker auf der Fensterbank“. Die Autorin lebt mit ihrem Mann Paul und ihrer Bernhardinerhündin Paula in einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen. Sie arbeitet in der beruflichen Weiterbildung. Wenn sie belletristisch schreibt, kreist sie um Frauen und Männer, die eine ausgefallene Geschichte haben und vom Leben und in der Liebe besonders herausgefordert werden. (Quelle Bookshouse)

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Danksagung

Ein Dank geht an Tina Pöppe, die mir das E-Buch zugesandt hat, im Rahmen der Blogparade zu Onlineliebe/ Onlinedating. Aber auch an die Autorin selber, die mir ebenfalls das Vertrauen geschenkt hat, ihr Buch zu rezensieren. 

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