Dienstag, 18. April 2017

[Rezension C] Eduard Hartmann - Endstation Darknet

Eduard Hartmann - Endstation Darknet


Klappentext:

Florian, der gerade von seiner großen Liebe verlassen wurde, gerät an Informationen über eine Verbrechensorganisation, die brutalste Frauen- und Kindervergewaltigung im Darknet an Tausende von Live-Sehern ausstrahlt. Er bittet seinen Freund Charly – Datensicherheitsexperte und Hacker – um Hilfe bei der Enttarnung der Täter.

Die handelnden Personen dieses Romans sind fiktiv. Dass das Darknet Schauplatz und Bühne einer Vielzahl gegenwärtiger Verbrechen ist, ist jedoch beklemmende Realität. Die Hintergründe der Handlung wurden intensiv recherchiert. Leider ist es sehr wahrscheinlich, dass die geschilderten schrecklichen Verbrechen längst passieren. Bereits heute oder morgen könnten die Inhalte des Buches Top-Meldungen unserer Medien sein.

Wichtig: Die Schändungen werden zu keiner Zeit realistisch oder gar voyeuristisch beschrieben, sondern nur angedeutet! Es reicht zu erahnen, dass es solche Dinge tatsächlich gibt …

Erster Satz:

"Ich drehe durch, die Türklinke bereits in der Hand, möchte ihr etwas Liebes sagen. ."

Cover & Titel:

Das Cover passt sehr gut zum Buch. Die Farbe Grau für das Darknet und die Tastatur, um das Darknet zu bedienen. Einen Schönheitspreis würde es von mir aber nicht bekommen. Dennoch machte mich das Cover und der Titel neugierig, weshalb ich das Buch lesen wollte.

Meine Erwartungen:

Der eigentliche Klappentext verrät leider zu viel, weshalb ich euch nur einen Teil davon, den eigentlichen Klappentext, unter den Punkt Klappentext geschrieben habe. Daher hatte ich kaum Erwartungen an den Roman und war dem Buch gegenüber eher neutral eingestellt. Ich war nur gespannt, wie sie das Verbrechen aufklären, und ob man mehr über das Darknet erfährt. Ich erwartete eine Art Erzählung oder Erfahrungsbericht.

Meine Meinung zum Buch:

Das Buch begann als Liebesroman und entwickelte sich im Laufe der Geschichte zu einem Kriminalroman, wobei die Liebesgeschichte parallel weiterläuft. Es ist in der Ich-Perspektive aus Sicht von Florian geschrieben, sodass der Leser nur die Einschätzungen und Empfindungen von Florian kennt. 
Da seine Perspektive sehr detailliert beschrieben wird, erhält der Leser alle Informationen, die er benötigt. Die restlichen Informationen und Empfindungen erfährt der Leser durch die Art und Weise, wie der Autor Eduard Hartmann die anderen Charaktere in der Geschichte "zu Wort kommen lässt".

Die Liebesgeschichte am Anfang des Buches zog sich etwas und war für mich schon fast ein bisschen langweilig. Auch weil sich die Sätze zum Teil recht abhackt lesen. Allerdings war diese Liebesgeschichte auch notwendig, um das Leben und den Lebensstil von Florian etwas näher kennenzulernen und ihn einschätzen zu können.
Der Darknet-Teil war dann recht spannend. Vor allem die Ermittlungsarbeit interessierte mich. In diesem Teil wechselten auch die Perspektiven ein paar Mal und die "Erzählungen" einer gefangen gehaltenen Frau wurden "eingeblendet". 
Gerade am Ende des Krimi-Teils wurde mir bewusst, dass ein Zufall ein ganzes Leben verändern kann und welche Konsequenten es hat, wenn man ausversehen ins Visier einer Mafiabande kommt.

Der Roman ist recht realistisch geschrieben und ich könnte mir vorstellen, dass es wirklich passieren könnte oder gar passiert. Doch ist es für mich persönlich viel zu weit weg. Ich muss zugeben, dass mir die Vorstellung zu gruselig ist, dass Frauen und Kindern wirklich so etwas Abartiges angetan wird. Und wenn man wissen sollte, dass solche Verbrechen und Grausamkeiten ausgeübt werden, macht es mich sauer, dass keiner etwas dagegen tut. In solchen Fällen sollte man doch die Rechtsprechung außer Acht lassen. Denn in diesen Fällen hilft sie nicht, sondern schadet den Betroffenen. Das Schlimme ist, dass ein Normalo kaum etwas dagegen tun kann, weil sein eigenes Leben und dass seiner Familie in Gefahr wäre. Noch schlimmer wie die Verbrecher sind für mich die Konsumenten, weswegen diese Verbrechen überhaupt ausgeführt werden.

Das Buch hat mich schon beschäftigt. Mich würde jedoch interessieren, wie viel Wahrheitsgehalt dabei ist.

Achtung: Aufgrund der Grausamkeiten würde ich eine Altersfreigabe von 16 Jahren eintragen lassen.

Zitat:

 ">>Hi, Charly. Wie sieht´s aus, schon Ergebnisse?<< >>Ja, ganz schlechte. Deshalb rufe ich an. Du musst so rasch wie möglich kommen. Am besten gleich. Auf jeden Fall noch heute Abend.<< >>Hm, du machst es aber spannend. Ich wollte gerade im Brunnen aushelfen...<< >>Geht nicht. Dein Gefühl hat sich wieder mal als richtig herausgestellt. Ich möchte am Telefon nicht darüber sprechen, das musst du selbst sehen. Es ist schlimmer, als wir uns das jemals hätten vorstellen können.<<" 

Fazit:

Ein Buch, welches auf die möglichen Grausamkeiten im Darknet aufmerksam macht.



Bewertung:



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Details zum Buch:

Autor: Eduard Hartmann
Verlag: Innsalz
Genre: Belletristik, Politik & Gesellschaft, Erzählung
Seiten: 504
Erschienen am: 12. Dezember 2016
ISBN Taschenbuch: 978-3903154124
ASIN: B01N4DM254
Preis Taschenbuch: 22,90 €
Preis EBook: 3,35 €

Über den Autor Eduard Hartmann:

Eduard Hartmann wurde 1950 in Bad Reichenhall geboren, ist in Salzburg aufgewachsen und hat viele Jahre seines Lebens in leitenden Positionen großer deutscher Verlage gearbeitet. 2001 ist er wieder nach Österreich zurückgekehrt, hat in Salzburg eine Anzeigenzeitung gegründet und geleitet, war journalistisch tätig. Er hat zwei erwachsene Kinder und lebt in Mödling bei Wien. Für dieses Buch hat er zwei Jahre lang recherchiert und verstörende Zusammenhänge entdeckt.
Quelle: Innsalz

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Danksagung

Ich bedanke mich ganz herzlich bei  , dem Innsalz Verlag und damit verbunden auch bei dem Autor Eduard Hartmann für das Leseexemplar und das mir entgegengebrachte Vertrauen. Vielen Dank :-D!

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