Samstag, 11. März 2017

[Rezension C] Maxi Hill - Marie, Putin und das fünfte Gebot

Maxi Hill - Marie, Putin und das fünfte Gebot

Klappentext:

Marie ist 28, ledig und sie lebt allein, sieht man von Putin ab, ihrem weißen Kaninchen, das sie ihrem Credo gemäß »Du sollst nicht töten« vor dem sicheren Tod bewahrt hat. Wirklich glücklich ist sie nicht, aber ihr Leben als Vegetarierin - dennoch nicht ohne fleischliche Lust - ist in Ordnung, bis Jonas, ihr neuer Nachbar, mit seinem Dobermann Barack einzieht. Während die Tiere in friedlicher Koexistenz ihr Dasein Balkon an Balkon respektieren, setzt Marie Himmel und Hölle gegen Mann und „Bestie“ in Bewegung. Erst eine attraktive Frau an Jonas? Seite weckt eine Art Sehnsucht in Marie, die sich aus Eifersucht und Einsamkeit speist. Trotz erstickender Zweifel beginnt sie Jonas zu begehren, obwohl sie »zusammenpassen wie Grützwurst und Kaviar«. Doch ausgerechnet Jonas verstößt im hoffnungsvollen Moment gegen das fünfte Gebot.


Erster Satz:

"Das Bistro >>Eule<< ist nicht sein Lokal, etwas trieb ihn dahin."

Cover & Titel:

Das Cover hat mich neugierig gemacht, denn es strahlt für mich sehr viel Gegensatz aus. Einerseits das Weiße, Unschuldige und Pinke, was die Frau sehr jung und naiv wirken lässt und gleichzeitig der herausfordernde Blick. Außerdem passt es für mich nicht ein Haustier in der Wohnung zu halten und gleichzeitig weiße Möbel zu haben.

Meine Erwartungen:

Ich wusste, dass die Autorin normalerweise eher Bücher schwerer Kost schreibt und nach einem solchen Roman einfach mal etwas Leichteres schreiben wollte. Daher hatte ich mir vorgestellt, dass das Buch wirklich leicht und heiter geschrieben ist. Ich hatte mich zwar gefragt, warum der Hase dabei so eine wichtige Rolle spielt, fand die Idee wie dieser evtl. mit dem Hund spielt aber lustig.

Meine Meinung zum Buch:

Leider hatte ich das Buch völlig falsch eingeschätzt und völlig falsche Erwartungen. Im Endeffekt gefiel mir das Buch gar nicht. Ich überlegte sogar es abzubrechen, hatte aber irgendwie immer noch die Hoffnung, dass es besser werden würde.

Der Roman enthielt Szenen und Erinnerungen die für mich so gar nicht in einen Liebesroman oder eine Romanze passen. Das hat mich wirklich ziemlich abgeschreckt. Dann kam dazu, dass mir Marie als Charakter tierisch auf die Nerven ging und mich fast schon aggressiv machte. Marie war mir viel zu naiv und bemitleidete sich zu oft selber. Mich nervte es, dass sie sich immer einredete, dass die Entwicklungen negativ werden würden und eigentlich alles dafür tat, dass ihre Befürchtungen eintraten. Diese Eigenschaften und Charakterzüge zogen mich runter und ich hatte schlechte Laune. Das brauche ich bei einem Liebesroman jedoch nicht. Bei einem Liebesroman will ich mitfiebern, hoffen, vielleicht auch mal weinen und lachen. Es soll Spaß machen. Ich will aber keine schlechte Laune bekommen oder genervt sein. Und beim Lesen hatte ich einfach kaum Spaß, weshalb sich die nicht mal 200 Seiten unglaublich zogen.

Das könnte natürlich auch daran gelegen haben, dass genau die Szenen detailliert beschrieben waren, die ich nicht lesen wollte. Denn einige Szenen rund um Maries Tagesablauf, ihrer Naivität und Umgebungsbeschreibungen waren richtig schön detailliert beschrieben, die Liebesszenen jedoch etwas weniger detailliert. Die Sprache der Liebesszenen empfand ich als sehr sachlich und wenig emotional. Woran das genau lag, ob es die Art des Schreibstils war, die Worte, die verwendet worden sind oder der Ausdruck; ich weiß es leider nicht. Ich fühlte jedenfalls keine Emotionen in Richtung Liebe und  "Mit-Marie-mitfiebern". Im Gegenteil. Ich dachte mir, dass mir der Umgang mit Marie zu anstrengend wäre und ich sie als Kerl auf den Mond schießen würde.

Durch meine genervte Stimmung wirkten die lustigen Stellen leider nicht. Denn es gab durchaus Szenen die hätten lustig sein können. Marie ist nämlich eine dieser Personen, bei denen die stillen Gewässer tief sind und sei manchmal nicht rafft, was sie eigentlich ausdrückt.

Die Zielgruppe dieses Romans würde ich ab 25 Jahren aufwärts einschätzen. Ich glaube für Jugendliche ist der Roman nichts.

Zitat:

 "Alle Männer leben ihre Allmacht aus. Sie nehmen die Welt um sich herum nicht wahr, weil sie glauben, selbst die Welt zu sein. Das wirklich Schlimme ist, sie sind für jede Frau ein notwendiges Übel. Leider überwiegt die Not in Marie Neumeyers Herz das Übel. Einen wie den das drüben braucht sie trotzdem nicht, diesen aufgeblasenen Autoreifen ohne Profil." 


Fazit:

Ein Roman, bei dem der Fokus auf die für mich falschen Szenen liegt. Ich hätte mir mehr Liebesroman gewünscht.

Bewertung:



Leseprobe: hier klicken


Details zum Buch:

Autor: Maxi Hill
Verlag: neobooks
Genre: Liebesroman,
Seiten: ca 196
Erschienen am: 23.03.2015
ISBN Taschenbuch: 978-3737500357
ISBN EBook: 978-3-7380-2011-3
Preis Taschenbuch: 12,95 €
Preis E-Book: 2,99 €

Über die Autorin:

Mit dem Buch "Marie, Putin und das fünfte Gebot" wagt die Autorin den ersten Schritt in das leichtere Genre und sie bewegt sich darin mit gleicher Sicherheit und Umsicht, wie man beides von ihr kennt. Maxi Hill ist eine begnadete Autorin schwieriger Themen. Ihre bisherigen Bücher waren keine leichte Kost. Obwohl sie weder auf vordergründige Spannung noch auf Unterhaltung aus ist, sind die Geschichten spannend und unterhaltsam zugleich. Vor allem aber beleuchten sie soziale Probleme aus ganz besonderem Blickwinkel. Von der Last des gewöhnlichen Lebens schreibt sie ebenso überzeugend, wie sie das Bedrohliche plausibel macht, das in ganz normalen Menschen steckt. Stets atmen Maxi-Hill-Bücher Lokal-Kolorit. Ihre Romane und Erzählungen sind ein Mosaik aus Ängsten, Hoffnungen, Wünschen, verknüpft mit hautnaher Realität. Schicksale, die von gesellschaftlichen Zwängen geprägt sind, sind typisch für Maxi-Hill-Bücher, die zumeist authentische Fälle aufgreift und kreativ bearbeitet.

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Danksagung

Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Autorin Maxi Hill für das Rezensionsexemplar und das mir entgegengebrachte Vertrauen. Vielen Dank :-D!


1 Kommentar:

  1. Liebe Claudia
    Du kennst meinen Standpunkt zum Sinn und Zweck eines Blogs. Ich will nur auch an dieser vStelle noch einmal sagen: Es ist legitim, und es gibt dem Blog Wahrhaftigkeit, wenn die Spannbreite der Meinungen ausgeschöpft wird. Ich denke auch, kein Autor (sofern selbstkritisch genug) wird erwarten, dass sein Stil allen gefällt, zumal, wenn er sich von seinem Genre entfernt, welcher Grund auch immer dahinterstecken mag. Auch Autoren lernen von ihren Lesern...Ich bin froh über Deine Offenheit und darf Dein Urteil einordnen in die Palette aller Urteile.
    Maxi

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