Samstag, 18. März 2017

[Rezension C] Jana Herbst - Der Agent, meine Tochter und ich


Jana Herbst - Der Agent, meine Tochter und ich

Klappentext:

Witzig, romantisch und gefährlich: Der neue Agenten-Liebesroman nach »Highheels, Herz & Handschellen« von Jana Herbst! 

Sarah Wagner ist Anfang dreißig, zuverlässig, solide und berechenbar. Eigenschaften, die sie sich mit einem Baumwollschlüpfer teilt. Aber das stört sie nicht, denn sie liebt ihr beschauliches Leben als Alleinerziehende - Abwechslung und Abenteuer meidet sie genauso wie Clubnächte und Affären. Und doch lässt sie sich von ihren Freundinnen in einen Club schleifen, in dem sie Lars kennenlernt. Sie verbringt eine leidenschaftliche Nacht mit ihm, nach der sie sich heimlich aus seiner Wohnung schleicht, um in ihr ruhiges Leben zurückzukehren. Vier Wochen später gerät alles außer Kontrolle: Lars, ihr One-Night-Stand taucht auf, offenbart ihr, dass er Geheimagent ist und bringt Chaos in ihr Leben. Dann wird es plötzlich ernst, denn Sarah steckt unwissend in Lars' Mission. Tiefer und gefährlicher als beide ahnen ...

Erster Satz:

"Ooookkkkkay."

Cover & Titel:

Das Cover finde ich klasse! Die Gestaltung des Covers, mit der Farbwahl und der Schriftart zeigt mir auf einen Blick, dass es ein Buch für mich ist. Ich finde es auch gut, dass die Farbe mal nicht rosa oder pink ist, sondern türkis. Ich persönlich mag nämlich die Farben türkis und petrol sehr gerne. Und das Pink hat man ja im Namen von Jana Herbst. Damit findet sich auch die Farbe des Verlags in dem Cover wieder.
Was mir auch gut gefällt sind die Gegensätze der weißen verspielten Schrift und der schwarzen Figuren im Hintergrund. Ich finde, dass die gezeichneten Figuren, obwohl sie nur schwarz dargestellt sind, den Charakter der Romanfiguren sehr gut wiederspiegeln. Sie zeigen auf den ersten Blick, dass es ein witziger Roman ist.

Das Cover passt wunderbar zur Geschichte.

Wer bereits das erste Buch "Highheels, Herz & Handschellen" von Jana Herbst kennt, erkennt mit diesem Cover auf den ersten Blick, von welcher Autorin das Buch geschrieben ist. Denn die Art des Covers ist identisch mit dem ersten. Selbst die Figuren finden sich in diesem Cover wieder.

Meine Erwartungen:

Ich habe das erste Buch von Jana Herbst zu Hause, aber noch nicht gelesen. Ich meine mich aber erinnert zu haben, dass das erste Buch eher ins erotische Genre hineingeht. Zumindest hatte Jana Herbst diesbezüglich was auf der Frankfurter Buchmesse 2015 erwähnt. Also habe ich einen etwas erotischen Roman erwartet und war einfach gespannt, wie das Buch sein würde. Auch weil ich wissen wollte, was das für eine gefährliche Mission ist.

Meine Meinung zum Buch:

Mir gefiel der Roman wirklich gut. Ich bin schnell in die Geschichte reingekommen und beendete sie auch zügig, was bei mir immer ein Zeichen dafür ist, dass ich die Geschichte mochte und ich sie in irgendeiner Weise spannend fand. Und tatsächlich war es auch bei "Der Agent, meine Tochter und ich" so, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

Allerdings war das Buch anders als erwartet kein Roman in die erotische Richtung, sondern ein witziger Liebesroman. Die Tatsache irritierte mich durch meine Erwartungen etwas. Da ich das Buch aber in einer Leserunde lesen durfte und ich nach meinem Kritikpunkt in die Runde dezent darauf hingewiesen wurde, dass es gar nicht um einen erotischen Roman handelt, sondern um eine heitere Liebesgeschichte, konnte ich meine Erwartungen anpassen.

Der Roman begann mit einer Szene in der Gegenwart und sprang dann zurück in die Vergangenheit, woraufhin sich die Geschichte im ersten Drittel des Buches bis zum Zeitpunkt der Eingangsszene entwickelte. Ab dem zweiten Drittel des Buches ging die Erzählung der Geschichte weiter. Dabei wechselten sich die Perspektiven ab. Mal erfuhr der Leser die Gedanken und die Geschichte aus Sicht von Sarah und mal aus der Sicht von Lars. Das war wirklich sehr witzig, weil man dabei die selbstverschuldeten Missverständnisse der beiden mitverfolgen konnte und es immer wieder diese "Ich-würde-dich-am-Liebsten-schütteln-Momente" oder "Sag-doch-endlich-die-Wahrheit-Momente" gab. Gleichzeitig gab es Lilly, die kleine Tochter von Sarah, die einfach alles sagte, was ihr in den Sinn kam. Also auch Fragen stellte, die ein Erwachsener nie so offen stellen würde, und die man nie so wirklich beantworten kann, ohne der anderen Person Hoffnung zu machen oder sie zu verletzen. Das zeigte mir mal wieder wie Erwachsene ihre Worte abwägen und wie gewählt, aber auch missverständlich sie sich ausdrücken. Lilly war eigentlich meine kleine Heldin der Geschichte. Sie ist mir während des Romans wirklich ans Herz gewachsen. 

Durch die eigentliche Haupthandlung - der Fall - hatte die Geschichte genau die richtige Spannung die sie brauchte. Und sie wurde nie zu spannend. Wer also ein Schisser ist wie ich, und nach Krimis oder spannendes Stories erst einmal eine Liebesgeschichte braucht, bevor sie wieder alleine ins Bett gehen kann, ist mit dieser Geschichte gut bedient :-D.
Aber im Grunde ist es ja kein Krimi, sondern eine witzige Liebesgeschichte mit Spannung.

Die Geschichte selbst ist in einer einfachen Sprache geschrieben, bei der Jana Herbst eine tolle Ausdrucksweise wählte. Ich würde sagen, dass die Sprache fast umgangssprachlich war, wodurch die Geschichte Leben erhielt. Es war wie ein Film, der sich vor meinen Augen abspielte. Ich konnte mir die Handlungsorte sehr gut vorstellen und auch die Figuren bekamen ihren Charakter.

Zitat:

 "Er bevorzugte keinen bestimmten Frauentyp, dafür dauerten seine Beziehungen nicht lange genug. Wahrscheinlich konnte man es nicht mal Beziehung nennen. Seine "Momente in denen er sich mit Frauen amüsierte'', traf es eher." 

Fazit:

Eine witzige Liebesgeschichte mit Spannung.



Bewertung:



Leseprobe: hier klicken



Details zum Buch:

Autor: Jana Herbst
Verlag: feelings (Droemer Knaur Verlagsgruppe)
Genre: heitere Liebesromane, Humor & Charme
Seiten: 374
Erschienen am: 02.03.2017
ISBN: 978-3426216217
ISBN eBook: 978-3-426-44428-3
Preis Taschenbuch: 12,99 €
Preis eBook: 4,99 €

Über die Autorin:

Jana Herbst ist das Pseudonym von Claudia Giesdorf, die 1982 in Rheinland-Pfalz geboren wurde. Eine ihrer schönsten Kindheitserinnerungen ist das Klackern der Schreibmaschine, wenn ihr Opa etwas darauf geschrieben hat. Stundenlang stand sie vor dem Gerät, tippte wahllos auf Buchstaben und stellte sich vor, Schriftstellerin zu sein. Seit über zwanzig Jahren lebt sie nun in Berlin, mittlerweile mit Mann und Tochter, nach deren Geburt sie beschlossen hat, noch einmal zu studieren. Nun schließt sie bald ihr Studium der Klassischen Archäologie ab und weiß ziemlich genau was sie schreiben soll, wenn eine Tastatur vor ihr steht.

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Danksagung

Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Autorin Jana Herbst für das Leseexemplar, die tolle Leserunde und das mir entgegengebrachte Vertrauen. Vielen Dank :-D!

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