Montag, 27. Februar 2017

[Buchrezension Jule] Maxi Hill - Und niemend wird es je erfahren

Klappentext:


Eine atemberaubende Geschichte um einen Babytausch, der durch sexuelle Abhängigkeit, dienstliche Macht und menschliche Schwäche möglich wurde. Der charismatische Dr. Mario G. steht im Jahre 1982 vor einem Dilemma. Seine ungewollten Zwillinge werden mit einer tödlichen Erbkrankheit geschlagen sein. Für seinen perfiden Plan kommt ihm Schwester Caroline in den Sinn… Zwanzig Jahre später begegnen zwei Zwillingsschwestern ihren puren Ebenbildern. Schnell wird klar: Zwei der Mädchen wurden bei ihrer Geburt vertauscht. Bleibt die Frage: Ist damals bewusst manipuliert worden? Während eine Mutter einen langen Verdacht bestätigt sieht, fällt die andere in eine merkwürdige Starre. Hilfe bei der schwierigen Suche nach der Wahrheit kommt von Marion, der Tochter von Caroline. Das Tagebuch ihrer Mutter enthält Bekenntnissen über fatale Sexualität, über ärztliche Allmacht und über unglaubliche menschliche Abgründe …


Erster Satz:


"Der schäbige Karton stand auf der Anrichte aus edlem Palisander und störte die Eleganz des Zimmers in diesem Haus, das sich abhob vom Rest der bröckeligen Häuschen in der Siedlung am südlichen Stadtrand."

Cover & Titel

Den Titel fand ich von der ersten Sekunde an super spannend. Er hat etwas heimliches, was neugierig macht. Das Cover unterstützt den Eindruck noch. Es ist der Wunsch zu wissen, was denn niemand erfahren wird, darf oder soll. Ich finde es sehr gelungen und auf den Punkt gebracht. Es passt zu der Art des Schreibens von Maxi Hill.

Meine Erwartungen

Meine Erwartungen waren hoch. Sie hatte uns erst ein anderes Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt. Dann schrieb sie, dass sie für mich ein besser zu mir passendes Buch hätte und schickte mir dies. Mit dem Hinweis, dass es erst im April auf den Markt kommt. Der Cover und die Ankündigung klangen sehr gut. Somit hatte ich eine sehr hohe Erwartung. Bücher in dem Bereich die ich bis dahin gelesen hatte, legen die Messlatte auch ziemlich hoch.

Meine Meinung zum Buch:

Das Buch ist für mich anders als erwartet. Der Schreibstil ist ungewöhnlich und zeichnet die Autorin damit aus. Das Buch hat einen Inhalt, der einen eine Gänsehaut bekommen lässt. In der ersten Hälfte des Buches wäre ich fast verzweifelt. Es gab sehr viele Informationen und Geschehnisse, die ich nicht in Zusammenhang bringen konnte. Sie wechselte in den Zeiten Früher, Heute, Damals, Jetzt und noch zwischendrin Geschichten, die weder noch sind. Es ist ein Buch, bei dem man sich wirklich konzentrieren muss und evtl. auch Notizen mitschreiben sollte. Es war interessant und ich hoffte bald die Lösung des Rätsels zu finden und Zusammenhänge schließen zu können. Genau ab dem Punkt 50% des Buches gab es einen Wandel. In diesem Kapitel waren die wichtigsten Informationen erhalten um das Puzzle zusammen setzten zu können. Bis zum Ende wurden auch die letzten Fragen geklärt. Dies erledigte das Tagebuch von Carolin. Aber der Hälfte ließ sich das Buch schnell und reibungslos. Es ging dann wie von alleine und rundete die ganze Sache ab. Die Geschichte ist fantastisch und dramatisch. Es lohnt sich das Buch zu lesen und sich durch die erste Hälfte zu kämpfen.  Sie charakterisiert die vorkommenden Personen in einer Genauigkeit, dass man sich ein super Bild machen kann. Es spielen bei dem Leser, also mir, auch einige Emotionen mit. Ich habe mir über das Buch hinweg eine persönliche Einstellung gegenüber den Personen entwickelt. Als wenn sie im wahren Leben einmal vor mir gestanden hätten.
Die erste Hälfte stellt eine echte Herausforderung an den Leser dar, deshalb kann ich hier nur 4 Punkte erteilen.

Zitat

"Seit ihrer Schwangerschaft, die ihr aus einem beschämenden Grund immense Zweifel bescherte, spürte sie Marios Abneigung ganz deutlich. In einem Streit  um einem schäbigen Karton konnte er seine Meinung nicht zurückhalten und beinahe auch nicht seine Hand gegen sie. "Wer sich gegen mich entscheidet, muss ohne mich auskommen". Das war das Ende all dessen, was sie sich damals erträumt hatte, als ihr Vater sie auf dem Ärzteball  mit diesem eleganten, gutaussehenden und sehr geistvollen Mann bekannt machte."

Fazit

Gelungenes Buch mit einer sehr unglaublich dreisten und dramatischen Geschichte. Die Personen werden sehr gut verkörpert und ich als Leser bekam ein gutes Bild. Die erste Hälfte des Buches stellt eine große Herausforderung an die Konzentration und Merkfähigkeit des Lesers. Nach der Hälfte setzt sich das Puzzle zusammen und es liest sich dann sehr gut.
Eindeutig ein Lesetipp. 

Bewertung

                  

Leseprobe: hier


Details zum Buch

Autor: Maxi Hill
Verlag: Netbooks.com
Genre: Roman
Seiten: 257
Erschienen am: 19.04.2017
ISBN Taschenbuch: 
ISBN Ebook: 978-3-7380-6728-6
Preis Taschenbuch: 12,00€
Preis Ebook: 3,99

Über die Autorin:


Maxi Hill gilt bei ihrem Verleger als begnadete Autorin schwieriger Themen. Ihre Bücher sind keine leichte Kost – dennoch sind sie spannend und unterhaltsam zugleich. Vor allem aber beleuchten sie soziale Probleme aus ganz besonderem Blickwinkel. Stets atmen ihre Romane und Erzählungen Lokal-Kolorit und sind ein Mosaik aus Ängsten, Hoffnungen, Wünschen, verknüpft mit hautnaher Realität. Von der Last des gewöhnlichen Lebens schreibt sie ebenso überzeugend, wie sie das Bedrohliche plausibel macht, das in ganz normalen Menschen steckt. Schicksale, die von gesellschaftlichen Zwängen ge-prägt sind, sind typisch für Maxi-Hill-Bücher, die zumeist authentische Fälle aufgreift und kreativ bearbeitet. Seit Jüngstem gibt es Abstecher in das leichte Genre, das die Autorin mit ebenso viel Mutterwitz wie Ironie spickt, als wäre sie darin zu Hause. Mehr über Maxi Hill unter www.maxi-hill.de
Informationen entnommen bei Netbooks.de in wörtlicher Form 1 zu 1



!EIN TIPP: Das Buch wird am 26.04 in der Bibliothek in Cottbus offiziell vorgestellt. ab 19.30 Uhr.

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Danksagung:


Ein Dank geht an die Autorin Maxi Hill, dass sie mir das Vertrauen entgegengebracht hat. Ich fühle mich geehrt von einer so tollen und erfolgreichen Autorin ein Buch vor Erscheinung lesen und rezensieren zu dürfen. 
In ihren Werken habe ich Schmuckstücke entdeckt, welche mich sehr interessieren und welche ich in  Zukunft noch lesen möchte.

Kommentare:

  1. Liebe Jule
    Ganz lieben Dank für Deine Mühe, die Du mit dem ersten Teil des Buches hattest. Es ist ganz wichtig für uns Autoren, dass wir genau die Knackpunkte aus der Sicht des Lesers erfahren. Nun seid Ihr BloggerInnen nicht nur Leserinnen. Ihr habt die wunderbare Gabe, zwischen der Lesermeinung und der eines Literaturkritikers als Mittler zu stehen. Das macht Euch so wertvoll. Ich mag Euren Blog auch wegen der differenzierten, aber qualifizierten und umfassenden Bewertungen, deshalb drücke ich für den Award auch beide Daumen.
    Ich bin mit vier Punkten völlig einverstanden. Es kursieren ohnehin viel zu viele Höchstbewertungen in den Netzen. Ehrlichkeit ist heute ein hohes Gut. Ich wünsche Dir viele gute Bücher.
    Maxi

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    1. Vielen lieben Dank für Ihre Antwort. Ja, um den Blog authentische zu lassen, geben wir nur ehrliche Meinungen ab. Das ist am Ende auch das Risiko der Autoren, wenn wir Bücher zur Rezension bekommen.
      LG

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    2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  2. Die Zeit des Staunens ist vorbei.
    Liebe Jule
    Wie Du weißt, bin ich unlängst in großes Staunen geraten, weil es zu meinem o.g. Buch „Und niemand wird es je erfahren“ ein titelgleiches von einem anderen Autor gibt. Mein Staunen bezog sich auf die Identität, obwohl ich vor der Veröffentlichung eine umfassende Titelrecherche betrieben habe. Obwohl ich nachweislich eher am Markt war, habe ich mich bemüht, den Autor (alias Lars Gelting) über drei mir mögliche Kanäle Kontakt zu bekommen, um unsere Position zu ermitteln. Alle schlugen fehl. Er hüllt sich weiter in Schweigen, löschte sogar meinen öffentlichen Post von seiner Facebookseite, was bei mir inzwischen den Anstrich von Boshaftigkeit bekommt. Auch der BoD-Verlag schweigt auf mein Bemühen. Nun sah ich keine andere Möglichkeit, als dort, wo ich Zugang bekomme, auf die Verwechselbarkeit der Bücher hinzuweisen. So auch bei Lovely Books. In diesem Zusammenhang habe ich dann auch unter mein Buch einen Link zu dieser Rezension auf Eurem Blog gelegt. Ist das für Euch in Ordnung?
    Maxi

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