Samstag, 24. Dezember 2016

[Rezension] Jojo Moyes - Ein Bild von dir


Ein Bild von dir


Klappentext:

Zwei Paare – getrennt durch ein Jahrhundert, verbunden durch ein Gemälde. 
Während um sie herum der Erste Weltkrieg tobt, versucht Sophie stark zu sein – für ihre Familie, für ihren Mann Édouard, der auf Seiten Frankreichs kämpft. Nur ein Gemälde ist ihr geblieben, das sie an ihr gemeinsames Glück erinnert. Ein Porträt, das Édouard einst von ihr malte. Und das ihn jetzt retten soll … 
Hundert Jahre später. Liv trauert um ihren Mann David. Vor vier Jahren ist er gestorben, viel zu früh. Livs kostbarster Besitz: ein Gemälde, das er ihr einst schenkte. Der Maler: Édouard. Das Modell: Sophie. Als ihr dieses Gemälde genommen werden soll, ist sie bereit, alles zu opfern. Auch das eigene Glück …

Erster Satz:

"Ich träumte von Essen"

Cover & Titel:

Ich habe am Cover sofort erkannt, dass es sich um ein Buch von Jojo Moyes handelt. Denn von der Art der Gestaltung her weißt es Parallelen zu ihren anderen Büchern auf. Die Person in schwarz und der Schriftzug kommen auf all ihren Büchern vor. Allerdings gefällt mir das Cover nicht so gut. Ich glaube ich hätte ein anderes Motiv für die Geschichte gewählt. Ein Cover, das mehr zur Geschichte passt.
Was hingehen in meinen Augen hervorragend passt ist der Titel. Denn er beschreibt das Buch in vier Worten. Ich glaube man hätte für dieses Buch keinen besseren finden können.

Meine Erwartungen:

Ich habe von Jojo Moyes Bücher gelesen, von denen ich hin und weg war, aber auch Bücher die mir nicht so lagen. Da mir "Über und der Himmel, unter uns das Meer" nicht so gut gefallen hat und es das letzte Buch gewesen ist, welches ich von ihr gelesen habe, waren bei diesem Buch meine Erwartungen etwas zurückhaltend. Denn die Vorgeschichte von "Ein Bild von dir" - die Tage in Paris - deuteten ja schon an, dass der Roman auch historische Elemente haben wird. Und genau der historische Bezug gefiel mir bei "Über uns der Himmel, unter uns das Meer" nicht so. Kurz gesagt, ich war etwas skeptisch.


Meine Meinung zum Buch:

In dem Roman "Ein Bild von dir" geht es um ein Bild, welches im ersten Weltkrieg abhandengekommen ist und in der Gegenwart gesucht wird.
Der Leser wird in diesem Buch durch zwei parallel verlaufenden Geschichten geführt, deren Bezug das Bild ist. So erfährt er die Geschichte hinter dem Bild und erlebt eine Liebesgeschichte rund im Liv.
Da ich historische Romane nicht so mag und vor allem zu Beginn des Romans der Schwerpunkt auf der Geschichte des Bildes lag, gefiel mir der Anfang nicht so gut. Ab der Hälfte etwa wurde der Schwerpunkt dann auf die Liebesgeschichte gelegt. Hier hat mich das Buch total gefesselt. Ich persönlich hätte den ersten Teil (bis auf natürlich die wichtigsten Informationen) nicht gebraucht. Allerdings hat der historische Teil am Beginn ja nicht nur die Aufgabe dem Leser Informationen zum Bild mitzugeben, sondern auch den Leser emotional an das Bild und dessen Geschichte zu binden. Da ich das Buch als Wanderbuch gelesen habe und einer der letzten Leserinnen war, konnte ich auch die Kommentare meiner Vorleser sehen. Bei denen hat der emotionale Aufbau zur Geschichte des Bildes super funktioniert; denn sie fanden den Roman bis dahin klasse und waren total überzeugt von dem Buch.
Die Geschichte rund um Liv hat dann mein Herz erobert. Die darin eingestreuten historischen Kapitel zum Roman fand ich dann sogar richtig klasse. Wäre das Buch von vornherein so aufgebaut gewesen wie es ab der Mitte war, dass die Geschichte von Liv und dem Bild im Vordergrund steht und es immer wieder geschichtliche Rückblicke gibt, wäre das Buch ganz nah hinter meinen Jahres-Highlights gewesen und hätte volle Bücherpunktzahl erhalten. So aber überzeugte mich der Anfang leider nicht.

Die Kapitel selbst haben eine schöne Länge, sodass ich doch noch mal ein Kapitel gelesen habe, obwohl ich eigentlich "gleich" etwas Anderes vorhatte. Die Sprache war wie immer sehr gut verständlich. Durch die vielen Erläuterungen konnte ich mir meinen eigenen Film zu diesem Buch anschauen; denn die Charaktere wurde lebendig und die Orte realistisch.

Ich habe mir beim Schreiben der Rezension gerade Gedanken darüber gemacht, welche Zielgruppe das Buch ansprechen wird. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass Jugendliche bis 20 Jahren/25 Jahren wahrscheinlich nicht so den Bezug zu diesem Buch haben, weil sie sich nur schwer mit der Kriegszeit identifizieren können. Daher wäre mein Bauchgefühl, dass es eher die etwas "älteren" Leserinnen sind, die in irgendeiner Weise Bezug zum Weltkrieg hatte, und sei es nur durch die Erzählungen der Eltern, die die Nachkriegszeiten erlebten.

Zitat:

"Paul nimmt die Unterlagen aus der Mappe. Ein Frauenportrait, vermisst seit 1917, dessen Diebstahl erst vor zehn Jahren entdeck wurde, als Nachkommen eine Bestandsprüfung der Werke des Künstlers durchführten." 

Fazit: Durch die historischen Elemente ein tolles Buch, vor allem für die "älteren" Leserinnen.


Bewertung:


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Details zum Buch:

Autor: Jojo Moyes
Übersetzerin: Karolina Fell
Verlag: rowohlt
Genre: Liebesroman, historische Elemente, Belletristik
Seiten: 544
Erschienen am: 23.01.2015
ISBN Taschenbuch: 978-3-499-26972-1
ISBN Ebook: 978-3-644-49811-2
Preis Taschenbuch: 14,99 €
Preis EBook: 12,99 €

Über die Autorin:

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Der Roman «Ein ganzes halbes Jahr» machte sie international zur Bestsellerautorin. Weitere Nr. 1-Bestseller folgten. Jojo Moyes lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf dem Land in Essex.

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Danksagung

Ich bedanke mich ganz herzlich Saskia, dass ich auch bei dieser Wanderbuch-Runde wieder dabei sein durfte.

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