Sonntag, 27. November 2016

[Rezension] Helmut Treubel - Liebes Leben

Helmut Treubel - Liebes Leben


Klappentext:


Dann holte ich aus mir, was da so herumlag und aus mir treten wollte, darauf wartete, erweckt zu werden.“ 

In diesem bewegenden Buch über die Sehnsucht nach dem Ich und einem Leben, das sich seinen Weg aus dem Inneren an die Oberfläche bahnte, schreibt der Autor fern jeglicher hochtrabender Philosophie über Liebe und Leben, Hass und Verzeihen, Sein und Werden und allem, was in ihm ist und was nicht in ihm ist. Können wir mehr sein als der, von dem wir dachten, dass wir das sind? Der Autor stellt sich Fragen, die sich alle Menschen einmal stellen: „Kann ich lieben“? „Bin ich liebenswert“? Und wie gehen wir mit dem Wunsch, geliebt zu werden, um? In seinem Buch ist er dabei so schonungslos ehrlich zu sich selbst und dem Leser, bewegend wie ergreifend kommt er zart daher und vermag doch das wahre Sein des Lesers, das, was er nur erahnt, das in ihm steckt, von innen nach außen zu kehren. „LiebesLeben“ - eine Ode an das Leben und an sich selbst.

"Alles Sein erfordert Werden. Alles Werden ist ein Weg."



Erster Satz

"Weit verbreitet ist die Ansicht, bedeutsam für uns Menschen sei das, was aus uns komme oder kommen wolle, weil dies ja irgendwie in uns war und deshalb zumindest ein Teil unseres Seins und Denkens sein müsse. "

Cover & Titel:

Das Cover gefiel mir auf Anhieb richtig gut. Und das war auch der Grund, weshalb ich das Buch im Rahmen der Blogtour #briefanmeinleben lesen wollte.
Erst las ich den Titel als "Liebesleben"; doch eigentlich heißt es tatsächlich "Liebes Leben". Der Titel passt sehr gut zum Inhalt des Buches.

Meine Erwartungen:

Da ich zu Beginn den Titel falsch las, erwartete ich einen Liebesroman. Ich muss zugeben, dass ich den Klappentext nur überflogen habe. Ich bekam das Cover, den Titel und den Klappentext nicht so recht zusammen und wurde neugierig auf das Buch. Ich dachte zu Beginn, dass der Inhalt des Buches komisch beschrieben ist und wollte einfach mal abwarten, was das Buch bringt. Denn so recht etwas darunter vorstellen konnte ich mir nicht.
Ich dachte, ich könnte das Buch mit den 239 Seiten mal eben durchlesen.

Meine Meinung zum Buch:

Ich muss zugeben, so recht liegt mir das Buch bisher nicht. Ich habe Liebes Leben gerade unterbrochen, da ich nicht in die Art und Weise des Schreibstils und der Gedanken hineinfinde. Ich werde das Buch nicht abbrechen, aber ich werde es zu einem späteren Zeitpunkt zu Ende lesen, wenn ich den Kopf dafür habe. Denn das Buch ist recht komplex geschrieben und gerade anfangs ziemlich verwirrend. Helmut Treubel schreibt sehr lange und verschachtelte Sätze. Noch dazu drückt er sich, meiner Meinung nach, nicht direkt aus, sondern redet um den heißen Brei herum. Ich glaube man könnte seine Gedanken auch direkter und verständlicher zum Ausdruck bringen. Ich habe bisher Probleme in seine Sprache und Gedanken hineinzufinden. Wenn ich die Message und die Gedanken von Helmut Treubel verstehen will, muss ich mich in seine Art und Weise des Schreibens hineinfallen lassen. Dafür muss ich aber die Zeit haben, das Buch an einem Stück zu lesen, was mir zurzeit nicht gelingt. Ich habe das Buch angefangen, eine Stunde gelesen und wieder unterbrochen, wieder angefangen, kurz gelesen, wieder unterbrochen usw.... Somit fand ich aber nicht in den Fluss der Gedanken hinein, sodass ich jetzt, auf Seite 120, noch immer nicht weiß, was mir Helmut Treubel eigentlich sagen will.
Da der Roman keine Überschriften besitzt und keine wirklichen Kapitel, sondern ausschließlich Absätze, hat der Leser auch nichts woran er sich orientieren kann. Bis ich verstanden habe, um was es in dem einen Absatz vermutlich geht, war der Absatz zu Ende und ein nächster begann. Dabei hat Helmut Treubel immer wieder Gedankensprünge, die ich nicht immer nachvollziehen kann.
Hier mal ein Beispiel aus der Leseprobe:
"Lukas 12,49: „Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu werfen. Was wollte ich lieber, als es brennte schon!“ Ich sehe die Sache anders, sage mir, dass ein in sich abgeschlossener Komplex nur die eigenen Gesetze kennt, nur nach diesen lebt, ungeachtet der Frage, ob dies vernünftig sei oder auch nicht. Zwischen diesen beiden habe ich einen Weg gefunden, ein schmaler, ich weiß, doch so bleibt mir die Gewissheit, dass ich mich nicht in Unfreiheit begebe und das nehme, was mir von dem großen Kuchen abgeschnitten wird, damit mir ja nicht einfällt, mich zu beklagen. Hätte jener damals Auskunft über dieses Feuer gegeben, wäre meine Erklärung dazu nicht die erste. Ich glaube, es ist so wichtig, dass ich es beruhigt schon nun sagen darf: Vor dem Erkennen steht der Sieg über das zu Erkennende, das Durchsetzen des Willens, dies zu überwinden, Geist. Sollte aber vor dem Erkennen nicht der Sieg über das zu Erkennende stehen, wurde zum Ersten das Feuer nicht entfacht, dann steht außerdem: Es ist nicht wichtig, ob du ein Verbrecher oder ein Heiliger bist, wichtig ist nur, dass du tust, was du tun willst. Mit dem Erkennen verbindet sich das Auflösen des Erkannten. Wenn dein Wissen nicht das auflöst, was ist, ist dein Sein das, von dem wir wissen. Du kannst es aber nicht wissen, weil du es so bist. Und wenn dein Wissen sich nicht vom Sein unterscheidet und sich nicht unterscheiden kann, wenn es keine Möglichkeit gibt, das Sein selbst zu ändern, kann ein Mensch sich selbst nicht verändern, dann kann er nur verändert werden. Wofür leben wir dann noch? Was ich von Wissen und Nichtwissen weiß, lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Wenn du meinst, es würde stimmen, was ich sagte, hast du dich geirrt, weil es dann schon nicht mehr so ist. Wenn ich Denken sage, meine ich damit, dass ich mich frage, ob ich mich nicht irre, wenn ich mir sage, dies dürfe ich so nicht oder dies müsse ich so sehen. Nun frage ich mich schon seit einiger Zeit so nicht mehr, es ist einfach da und damit hatte ich schon erreicht, was frü- her mein Ziel gewesen war. Dass ich etwas aus mir gemacht hatte, mich nicht mehr damit begnügen muss, wenn ich ein Haus sehe, mich zu fragen, ob dies nun eine Villa sei oder ein Bungalow. Und ich habe lange gebraucht, bis ich hinter die Begriffe blicken konnte, denen denkfaule Menschen einfach irgendwelche Namen geben."
Wisst ihr was ich damit meine, wenn ich sage, dass man sich auf das Buch einlassen muss? Habt ihr das spontan verstanden, was Helmut Treubel damit zum Ausdruck bringen will? Ich ehrlich gesagt nicht. Und genau deshalb, will ich das Buch noch einmal in aller Ruhe lesen.

Neben den Absätzen hat Helmut Treubel immer wieder Gedichte in den Roman eingebaut. Ob er mit diesen den Roman vorantreiben möchte oder das Gesagte untermauern, weiß ich bisher noch nicht.
Doch einige Gedichte finde ich eigentlich ganz schön. Was noch schön ist, sind die vielen tollen Zitate, die ich mir bisher aus dem Buch herausziehen konnte. Wie zum Beispiel das Folgende:
"Das Übel an der Zukunft ist, dass sie sich von der Vergangenheit unterscheiden soll, dass nicht mehr kommen soll, was war und dass wir dies nur in der Vergangenheit finden können, weil wir nur dort eine freie Entscheidung finden, die bisher für uns getroffen worden war."

Doch worum geht es denn nun? Das ist wirklich eine gute Frage. Bisher hat Helmut Treubel über die Umsetzung von Träumen gesprochen, über die Gerechtigkeit und sich Fragen zur Liebe gestellt.

Da mir einige Zitate doch gut gefallen haben, glaube ich, dass das Buch ganz schön sein, wenn man es verstanden hat. Und genau dies ist der Grund, weshalb ich es irgendwann noch einmal von vorne lesen möchte.
Dann werde ich noch einmal eine Update Rezension schreiben.

Zitat:


Wege GedankenLiebe


 Träume umsetzenTräume und Gefühle

Unmöglichkeit meiner TräumeDas Üble an der Zukunft

Fazit: Der Leser muss sich auf die Sprache des Autors einlassen, damit man die Message versteht.

Bewertung:





Möchtet ihr gerne weitere Meinungen zu diesem Buch lesen?
Dann schaut doch mal bei meinen Bloggerkolleginnen vorbei 



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Details zum Buch:

Autor: Helmut Treubel
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Seiten: 239
Erschienen am: 10.06.2015
ISBN: 9783981823905
ASIN: B01M6BT0FD
Preis EBook: 1,99 €

Über den Autor Helmut Treubel:

Helmut Treubel wurde 1955 geboren und schreibt seit seinem 19. Lebensjahr. Schreiben, um Antworten auf seine Fragen zu finden, die ihn schon früh umtreiben. Eine Möglichkeit, das Leben zu erfassen, zu verstehen und sich ihm hinzugeben. Entstanden sind zauberhafte Texte, die zusammen das Gemälde seines Lebens zeichnen. Neben seiner Arbeit als Autor ist der Unternehmer am Liebsten in der Natur. Vielleicht, weil die Natur ihm nochmal andere Antworten gibt. Der Autor lebt mit seiner Familie in Mittelfranken, Bayern.
Quelle: Amazon*

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Danksagung

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Mainwunder Team und damit verbunden auch bei dem Autor Helmut Treubel für das Rezensionsexemplar und das mir entgegengebrachte Vertrauen. Vielen Dank 😃!

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