Sonntag, 13. November 2016

[Buchverfilung] SMS für dich



Inhalt

Auch zwei Jahre nach dem Unfalltod ihrer großen Liebe Ben ist es Clara (Karoline Herfurth) noch nicht gelungen, den schweren Verlust zu verarbeiten. Claras Mitbewohnerin und beste Freundin Katja (Nora Tschirner) versucht seitdem nach Kräften, der Trauernden zu neuem Lebensmut zu verhelfen. Doch Clara verliert sich viel lieber weiterhin darin, sehnsüchtige SMS an Bens alte Handynummer zu schreiben. Dabei weiß sie allerdings nicht, dass die Nummer mittlerweile neu an den Journalisten Mark (Friedrick Mücke) vergeben wurde, der eine unglückliche Beziehung mit Fiona (Friederike Kempter) führt. Völlig fasziniert von den romantischen Nachrichten, fasst Mark bald den Entschluss, sich mit Unterstützung seines Freundes David (Frederick Lau) auf die Suche nach der unbekannten Absenderin zu begeben.


Meine Erwartungen:

Ich habe extra das Buch von Sophie Cramer gelesen, bevor ich mit meiner Schwester ins Kino ging. In der Rezension zu dem Buch hatte ich dann ja schon gesagt, dass das Buch viel Platz und Freiheiten für den Film gibt und ich davon ausgehe, dass das Buch eher eine Art Skelett ist. Mit dieser Erwartung bin ich in den Film gegangen. Auch hoffte ich, dass er mich emotional ansprechen würde.

Meine Filmbewertung:

Für mich war der Film von der ersten Minute an ein Schock. Ich hatte wortwörtlich das Gefühl im "falschen Film" zu sein. Denn entweder hat die Weltbildausgabe eine andere Handlung oder der Film weicht stark von der Handlung im Buch ab. 

Wichtige Details, die das Buch und somit auch die Handlung ausmachten waren anders. Ich will nicht zu viel verraten, weil ich auch nicht Spoilern möchte, aber ich will euch wenigstens sagen, welchen Ausmaß die Änderungen hatten. So war z.B. der Handlungsort ein anderer, der Beruf von Carolin stimmte auch nicht mit dem aus dem Buch überein und der Beruf von Mark hatte einen anderen Schwerpunkt. Mit dem Handlungsort hätte ich evtl. leben können, aber gerade den Berufsschwerpunkt von Mark fand ich spannend und ich war neugierig wie dieser umgesetzt werden würde. Und dann das! Er hatte einen anderen Schwerpunkt. Darüber komme ich immer noch nicht hinweg. Außerdem war das erste Kennenlernen anders, das erste Treffen fand an einem anderen Ort und in einer anderen Art und Weise statt und auch das Ende verlief komplett anders. Es war unfassbar! Ich freute mich so auf das erste Treffen der beiden und dann verlief es komplett anders. Eigentlich wurde nur die Idee und die Namen der Charaktere übernommen. Die Handlung selbst verlief komplett verschieden. So wurde Marc im Buch z.B. von einer Kollegin unterstützt und im Film von einem Kollegen. Ich finde solche elementaren Details sollte man in einer Verfilmung nicht ändern. Diese Dinge machen das Buch und somit auch die Geschichte zu dem, was sie ist. 

Wäre ich die Autorin des Buches gewesen, ich glaube ich würde die Macher des Films verklagen! 

Warum nennt man es dann Buchverfilmung, wenn es so gar nicht mit der Handlung im Buch übereinstimmt. Es sollten doch wenigestens die wichtigsten Eckdaten und Wendepunkte eines Buches übernommen werden. Ich habe ja nichts dagegen, wenn Details wegelassen oder leicht verändert werden. Auch wenn etwas dazukommt und die Handlung des Buches es her gibt, ist das überhaupt nicht schlimm. Aber eine andere Geschichte daraus zu machen, stößt bei mir auf Unverständnis und löst Empörung in mir aus.

Jule, die das Buch nicht kannte, fand den Film toll. Sie meinte er war ergreifend, lustig und auch eine gute Idee. Auch die Charktere waren sympathisch und passten in ihre Rollen. 

Ich konnte den Film aber nicht genießen und bin richtig enttäuscht :-(.


Fazit: Gehe nicht mit der Buchgeschichte im Hinterkopf in diesen Film


Trailer:




Filminfos

Buchvorlage: Sofie Cramer
Länge: 107 Minuten
Kinostart: 15.09.2016
VÖ-Datum: 02.03.2017
Verleih: Warner
Produktion: Hellinger / Doll Filmproduktion GmbH
FSK: 0
Förderer: FFA; MBB; DFFF

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