Mittwoch, 3. August 2016

[Hörbuch-Rezension] James Bowen - Bob und wie er die Welt sieht: Neue Abenteuer mit dem Streuner

James Bowen - Bob und wie er die Welt sieht: Neue Abenteuer mit dem Streuner

Teil 2: Fortsetzung von  "James Bowen - Bob, der Streuner: Die Katze, die mein Leben veränderte"

Klappentext:
Seit Bob da ist, hat sich mein Leben sehr verändert. Ich war ein obdachloser Straßenmusiker ohne Perspektive und ohne eine Idee, was ich aus meinem Leben machen sollte. Nun stehe ich wieder mit zwei Beinen auf der Erde, ich habe die Vergangenheit hinter mir gelassen, aber ich weiß nicht, was die Zukunft bringen wird. Ich brauche wohl immer noch Unterstützung, um auf meinem Weg zu bleiben. Zum Glück steht mir Bob mit seiner Freundschaft und seiner Klugheit zur Seite.

Die wunderbare Geschichte der Freundschaft zwischen James und seinem Kater wurde mit „Bob, der Streuner“ zum Welt-Bestseller. In seinem neuen Buch erzählt James, wie Bob ihm in harten Zeiten und selbst in lebensgefährlichen Situationen immer wieder den Weg weist.

Erster Satz
"Es war einer dieser Tage, an denen einfach alles schiefläuft."

Cover & Titel:
Das zweite Cover gefällt mir besser als das erste Cover. Ich finde es irgendwie freundlicher, was ja auch zum Zustand von James Bowen passt. Durch den Bus im Hintergrund weiß der Leser direkt, in welcher Stadt der Roman "spielt". Süß ist auch, dass Bob mit einem Schal abgelichtet ist. Denn auf die Kleidung für Bob und die Gesten der Menschen kommt James Bowen auch immer mal wieder im Laufe der Erzählung zu sprechen. Ob ich den Titel so auf Bob beschränken würde, wüsste ich nicht, Denn es geht ja auch viel um James selber. Ich finde den Titel in dem Sinne irritierend, dass ich allein aufgrund des Titels niemals auf den Gedanken kommen würde, dass es sich bei dem Roman um eine Biografie eines drogenabhängigen Straßenkünstlers handelt, der dabei ist Clean zu werden. Ich würde aufgrund des Titels eher denken, dass es sich um eine Geschichte aus Sicht einer Katze handelt, die dem Leser erzählt, was sie in den Tagen so erlebt.

Meine Erwartungen:
Da ich das erste Buch kenne, weiß ich ungefähr was mich erwartet. Ich wolle wissen, ob James seinen Entzug nun wirklich schafft und ob er aus dem Strudel der "unteren Schicht" herauskommt. Ich hoffte, dass zweite Buch würde alle noch offenen Fragen beantworten.

Meine Meinung zum Buch:
Das zweite Buch schloss sich lückenlos an das erste Buch an. Da wichtige Informationen aus dem ersten Buch an den dazugehörigen Stellen wiederholt wurden, kann man das Buch auch lesen, wenn man den ersten Teil nicht kennt. Für mich persönlich waren es manchmal etwas zu viele Wiederholungen aus dem ersten Teil. Manchmal hatte ich das Gefühl den ersten Roman noch einmal zu lesen.
Jedes Kapitel beginnt mit einer Überschrift, die das Thema des kommenden Kapitels aufgreift. Müsste ich angeben, auf was das Buch den Schwerpunkt legt, so würde ich sagen, dass es viel um den Gesundheitszustand von James Bowen ging und dargestellt wurde, welche Folgen Krankheitstage haben. Aber auch die Straßenzeitung Big Issue und die Straßenmusik spielten wieder eine große Rolle. Aufgeregt habe ich mich wieder über die unfairen Leute, die James etwas Böses wollte, wo er doch so schon nichts hatte.
Ich frage mich ob das Konzept beim Verkauf der Obdachlosenzeitung in anderen Ländern das Gleiche ist. Denn ich habe in Darmstadt mal Leute gesehen, die eine Obdachlosenzeitung anpriesen. Ich habe mir nie eine gekauft, weil ich immer dachte, da würden Artikel über Obdachlose drinnen stehen und über das Leben auf der Straße. Vielleicht sollte ich das nächste Mal anhalten und den Mann fragen, was in der Zeitung steht und ggf. eine kaufen.
Über Bob musste ich wieder häufig grinsen. Ich kann es kaum glauben, dass Katzen so etwas machen. Da es Bob aber wirklich zu geben scheint und es viele Videos auf YouTube gibt, stimmen die Geschichten über Bob wohl.
Auf YouTube gibt es auch einen Kanal und eine ganze Menge "Reportagen" über Bob und James Bowen.
Ich glaube dieses Video zeigt die Arbeit auf der Straße mit Bob ganz gut:




Sprecher:
Carlos Lobo hat wie auch im ersten Teil einen super Job gemacht. Es macht unglaublich Spaß ihm zuzuhören, da er den Charakter von James Bowen gut herüberbringt. Ich glaube, dass das Buch mir so gut gefallen hat, weil ich die Erzählung aus Sicht eines Mannes hören durfte.

Zitat:
"Bobs Schnelligkeit, Kraft und Beweglichkeit haben mich schon immer sehr beeindruckt. Jemand hat mal gesagt, Bob müsse eine Maine Coon, einen Luchs oder eine andere Art von Wildkatze in seinem Stammbaum haben. Alles ist möglich. Seine Vergangenheit ist ein Buch mit sieben Siegeln. Ich weiß nicht, wie alt er ist, und ich habe keine Ahnung, wie er gelebt oder überlebt hat, bevor ich ihn fand. Nur ein DNA-Test könnte Auskunft über seine Herkunft geben. Aber wozu? Bob ist Bob. Mehr brauche ich nicht zu wissen."

Fazit: Eine reale Geschichte über einen Straßenkünstler und eine Katze, die man gelesen haben sollte.

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Bewertung:



Details zum Buch:
Autor: James Bowen
Sprecher: Carlos Lobo
Verlag: Lübbe Audio
Genre: Unterhaltung, Biografie
Seiten: 238 Min
Länge: 387
Erschienen am: 13. März 2014
ISBN Hörbuch: 978-3-8387-7335-3
ISBN Taschenbuch: 978-3-404-60802-7
ISBN E-Book: 978-3-8387-5333-1
Preis Hörbuch: 7,99 €
Preis Taschenbuch: 8,99 €
Preis E-Book: 6,99 €

Über den Autor:
James Bowen, geboren im März 1979 in Surrey, ist ein ehemaliger Straßenmusiker aus der Nähe von London. Lange Zeit hielt James sich leidlich mit Musik und dem Verkauf der englischen Obdachlosenzeitschrift „The Big Issue“ über Wasser. Nach Jahren als Heroinsüchtiger und Obdachloser hatte er gerade die ersten, noch unsicheren Schritte in ein normales Leben getan, lebte aber immer noch von der Hand in den Mund, Zukunftsperspektiven gab es für ihn kaum.

Doch das ändert sich, als James Bowen 2007 vor seiner Sozialwohnung in Tottenham einen kranken Kater findet. James nimmt den streunenden Kater bei sich auf, zahlt von seinem letzten Geld die Tierarztkosten und pflegt das Tier gesund. Schon bald weicht Bob, wie James den Kater tauft, nicht mehr von seiner Seite. Sogar bis in den Bus und auf die Straßen der Großstadt London begleitet der Kater seinen neuen Freund.

Das ungleiche Paar sorgt selbst in einer Stadt wie London für Aufsehen und so dauert es nicht lange, bis die beiden Freunde eine stadtbekannte Attraktion auf den Straßen der englischen Hauptstadt werden. Auch Zeitungen und Verlage werden auf James Bowen aufmerksam und so entwickelt sich aus den schweren Zeiten eine Erfolgsstory.

Heute leben James Bowen und Bob in einer bescheidenen Dreizimmer Eigentumswohnung. Bobs Herrchen setzt ihre gemeinsame Berühmtheit dazu ein, auch weiterhin denen zu helfen, die Hilfe nötig haben – Obdachlose und andere sozial Benachteiligte.
Quelle: Bastei Lübbe

Über den Sprecher
Carlos Lobo studierte in Mainz, Malaga und Barcelona Schauspiel. Er war 14 Jahre festes Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz, Oberhausen und Bonn. Carlos Lobo leiht seine Stimme u.a. Javier Bardem. 2005 erhielt er den Adolf Grimme Preis für Abenteuer Glück.
Quelle: Bastei Lübbe

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