Mittwoch, 15. Juni 2016

Ich ziehe den Hut vor Autoren/Autorinnen


Hallo ihr lieben,

heute schreibe ich mal nicht über ein bestimmtes Buch, sondern über Autoren und Autorinnen* im Allgemeinen. Denn ich habe einen heiden Repekt vor ihnen. 

Immer wieder werde ich gefragt, warum ich so gerne lese und was für mich ein gutes Buch ausmacht. Sehr häufig antworte ich dann, weil ich es mag in andere Welten abzutauchen und alles um mich herum zu vergessen. Wenn ein Buch es schafft mich in seinen Bann zu ziehen, mich wütend zu machen, mich zum Lachen zu bringen oder die Tränen kullern zu lassen, dann ist es für mich ein gutes Buch.

Und genau da bin ich nämlich an dem Punkt, warum ich einen solch großen Respekt vor Autoren habe.


Wenn ich mir vorstelle, ich würde versuchen eine Geschichte zu schreiben mit dem Ziel, andere Leser damit in den Bann zu ziehen, wüsste ich gar nicht wie ich das anstellen sollte. Ich glaube nämlich, dass ich nur dann andere Leser in den Bann der Geschichte ziehen kann, wenn ich als Autor selbst diese Gefühle erlebe, die ich dann bei meinen Lesern erreichen möchte. Und wahrscheinlich kommen die Gefühle dann beim Leser auch noch schwächer an, als ich sie in diesem Moment fühlte.

Was ich damit eigentlich sagen wollte. Ich habe vor Autoren einen solch großen Respekt, weil sie es schaffen nur mit Buchstaben, Worten und Sätzen, eine neue Welt zu erschaffen und meine Gefühle anzusprechen. Und das ganz ohne irgendwelche Hintergrundmusik und Bildern. Denn in Filmen verstärkt die Musik meine Gefühle meist noch und die Bilder lenken mich in die Richtung, in der der Produzent mich als Zuschauer haben möchte. Aber ein Autor hat beim Schreiben eines Romanes diese Hilfsmittel nicht. Er schafft es allein mit Worten, dass ich mir die Geschichte bildlich vorstellen kann. Er ist dafür verantwortlich, dass ich zwar zu Hause auf dem Sofa sitze, aber eigentlich gerade bei einem Prinzen in den Armen liege (ich lese gerade Royal Rassion ;-)), als Spielerfrau meinen Mann anfeure oder voller Furcht einen Verbrecher jage. Er schafft es auch, dass ich in einem Moment aus vollem Halse lache, ich wenig später vor Wut rot anlaufe und mir bald darauf die Tränen kullern. Der Autor ist es, der es schafft, dass ich über verschiedene Themen nachdenke und wundervolle Stunden in einem Paralleluniversum verbringe.

Dafür möchte ich mich als Leserin bei allen Autoren bedanken und meinen Hut vor euch ziehen! Denn um mir diese wundervollen Stunden zu schenken, müsst ihr viel leisten. Ihr müsst recherchieren, plausibel erklären, die Worte finden, mit denen ihr eure Gedanken ausdrücken wollt. Ihr müsst mit Worten jonglieren und seit sicher auch das ein oder andere Mal mit den Nerven ziemlich fertig. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass man Bücher wie P.S. ich liebe dich, Ein halbes ganzes Jahr, Weil ich Lyken liebe oder Für immer, dein Dad schreiben kann, ohne eine einzige Träne zu verdrücken. 

Mit diesen Artikel möchte ich euch meinen Dank ausdrücken und einfach mal den Hut vor euch ziehen. 


*im folgenden Verlauf des Textes unterscheide ich aufgrund des Leseflusses nicht zwischen Autor und Autorin, sondern fasse beide Begriffe in dem Wort Autor zusammen :-).

Kommentare:

  1. Danke für dieses wundervolle Lob, das du uns Autoren machst :-) Du hast ganz genau erfasst, worum es beim Schreiben geht und worin die Schwierigkeiten bestehen und es ist schön, wenn eine Leserin empfindet, was hinter den Zeilen steht :-)
    LG Anne

    AntwortenLöschen