Sonntag, 26. Juni 2016

[Filmkritik] Buchverfilmung: Ein ganzes halbes Jahr

Ein ganzes halbes Jahr


Inhalt:
Die junge und schrullige Louisa „Lou“ Clark wechselt von einem Job zum nächsten, damit ihre Familie über die Runden kommt. Ihre fröhliche Haltung wird auf die Probe gestellt, als sie die Betreuerin von Will Traynor wird, einem reichen jungen Banker, der durch einen Unfall vor zwei Jahren gelähmt wurde. Wills zynische Einstellung beginnt sich zu ändern, als ihm Louisa zeigt, dass das Leben lebenswert ist. Als sich ihre Beziehung vertieft, ändern sich ihre Leben und Herzen in einer Weise, die sich keiner von beiden hätte erträumen lassen.


Trailer:


Meine Erwartungen:
Ehrlich gesagt hatte ich unglaubliche Angst, dass die Verfilmung nicht annähernd an das Buch herankommt. Denn gerade die Details und die kleinen Momente haben das Buch zu etwas ganz Besonderem gemacht. Außerdem war ich sehr skeptisch was die Schauspieler anging. Denn ich hatte mir Will in meiner Fantasie doch etwas anders vorgestellt. Und auch bei Louise war ich mir wirklich nicht ganz sicher.

Hier noch mal die Rezension zum Buch: Ein ganzes halbes Jahr


Schauspieler:
Meine Angst bevor ich in den Film gegeben bin haben hat sich Gott sei dank nicht bestätigt. Denn im Endeffekt haben die Schauspieler dann doch ganz gut gepasst.

Emilia Clarcke entsprach im groben auch meinen Vorstellungen von Louisa. Besonders die Umsetzung der Kleidung und auch, dass man jeden Gedanken in ihrem Gesicht ablesen konnte waren mir wichtig. Denn das machte ja Louisa auch in dem Buch aus.

Will hätte ich mir etwas "glatter" vorgestellt. Mir hat die Frisur zu Beginn des Filmes so gar nicht gefallen und auch die Art war nicht ganz meins. Im Buch kam er mir etwas deprimierter und unfreundlicher vor. Im Film ist die negative Seite wirklich besser weggekommen, als im Buch. Nachdem ich mich aber an ihn gewöhnt hatte, konnte ich ihn auch mit meinem Will aus dem Buch in Einklang bringen und akzeptierte Sam Claflin in seiner Rolle als Will.

Nur bei dem Pfleger Nathan war ich etwas erschrocken. Ich hatte gar kein Bild von ihm, aber so durchtrainiert und "kompakt" hätte ich ihn mir nie im Leben vorgestellt. Auch für Patrick hatte ich ein anderes Bild.

Die Traynors und Louisas Familie hingegen haben super mit meinen Charakteren übereingestimmt, obwohl ich auch die Traynors irgendwie unfreundlicher in Erinnerung hatte.

Als ich mich dann aber an die einzelnen Personen gewöhnt hatte und die Handlung verfolgte, passten sie gut in Ihre Rollen und verkörperten meiner Meinung nach auch das, was die Personen im Buch ausmachten. 

Titelmusik:
Die Titelmusik war großartig. Sie unterstütze die Handlung und passte toll zum Film.

Auf Deezer könnt ihr auch die Playlist anhören. Bei Spotify gibt es bestimmt auch einen Link.
Ich habe mir das Album aber bei Amazon gekauft und höre es rauf uns runter :-D


Handlung & Umsetzung:
Die Umsetzung des Filmes war besser als ich gedacht hätte. Gerade, weil im Buch ja die Szenen detaillierter und ausführlicher beschrieben werden konnten und auch die Gedanken der einzelnen Personen eine große Rolle spielten, habe ich mich gefreut, dass alle wichtigen Elemente des Buches vorhanden waren. Auch wenn im Film die ein oder andere Szene gekürzt bzw. komprimiert gezeigt oder gar weggelassen wurde, wurde der Ablauf der Geschichte nicht gestört. Abgeändert wurde eigentlich auch nichts. Bis auf der Schluss. Dort waren einige Szenen anders dargestellt oder sind ganz weggelassen worden, was ich etwas schade fand. Dennoch habe ich sie im Film jetzt nicht vermisst.
Es ist jetzt natürlich auch schon über zwei Jahre her, als ich das Buch gelesen habe. Daher sind mir nicht mehr alle Details präsent. 

Im Allgemeinen war ich sehr begeistert. Ich war wie gebannt und starrte regelrecht auf die Leinwand. Ich freute mich über jede Szene und jedes Detail, welches ich wieder erkannte und ließ mich mit der Stimmung mitreißen. Ich lachte ein paar Mal und am Ende liefen mir die Tränen. Taschentücher hatte ich in weiser Voraussicht mitgenommen.
Und nicht nur mir ließen die Tränen. Nachdem der Film endete saß das ganze Kino erst einmal still da und keiner rührte sich. Die weiblichen Besucher, mich eingeschlossen, wischten sich die Tränen ab und mussten sich erst einmal fangen.

Ich fragte auch meinem Freund wie es ihm gefallen hat. Er antwortete nur kurz: "Der Typ hatte wenigstens Eier." Ich lasse das jetzt mal so stehen und nehme das Mal als Kompliment für den Film. Ich deute es mal so, dass es auch ihm gefallen hat.

Für eine Buchverfilmung finde ich es klasse umgesetzt! Und wenn ich das Buch zuvor nicht gelesen hätte, würde ich den Film lieben und spätestens jetzt in die Buchhandlung gehen und mir das Buch kaufen.

Er regt wegen des Themas zu Diskussionen an und beschäftigt mich wirklich sehr. Ich bin gespannt, ob auch der zweite Teil "Ein ganz neues Leben" verfilmt wird.

Ob ich noch mal in den Film gehe, weiß ich noch nicht. Je nachdem was die Zeit sagt. Am liebsten würde ich aber gleich heute erneut reingehen. Denn bis November, bis die Blueray erscheint, ist es ja doch noch recht lange...

Bewertung:




Fazit: Ich liebe den Film und kann ihn auf alle Fälle weiterempfehlen und bin glücklich mit der Empfehlung.

P.S. Ich habe mir die Blueray schon vorbestellt :-D. Sie erscheint am 10. November 2016.



Details zum Film*:
Deutscher Titel: Ein halbes ganzes Jahr
Originaltitel: Me Before You
Erscheinungsdatum: 23.06.2016
Länge: 110 min
Altersfreigabe: FSK 12
Genre: Drama, Liebesfilm
Drehbuch: Jojo Moyes, Scott Neustadter, Michael H. Weber
Verleiher: Warner Bros. GmbH
Regie: Thea Sharrock
Executive Producer Sue Baden-Powell
Producer Alison Owen
Producer Karen Rosenfelt
Director Thea Sharrock
Musik von: Craig Armstrong
Besetzung:
*Quelle: warnerbros.de

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