Mittwoch, 22. Juli 2015

[Gastrezension Jule] Dave Pelzer: Sie nannten mich "Es" - Der Mut eines Kindes zu überleben

Hallo liebe Leser,
heute rezensiere ich ein Buch welches echt starke Nerven voraus setzt. Es zu lesen verlangt einiges ab, es ist kurz aber hart.




Dave Pelzer beschreibt Abgründe im Bereich Misshandlung, die man für einen schlechten Film halten könnte. Beim Lesen bekommt man den Eindruck, dass so viel Brutalität und Grausamkeit in keinem Menschen stecken kann. Aber wie man hier eindrucksvoll beschrieben bekommt; es geht. Es ist ein Wahnsinn wie man so viel Leid, Elend und Schmerz man als Kind aushalten lernt. Es passt aber auch irgendwie, dass das Buch im Original aus den USA (Florida) stammt. In einer Rezension habe ich das Wort langweilig gelesen. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man dieses wahnsinnige Buch als langweilig bezeichnen kann. Ich war nach dem Lesen dieses Buches sprachlos. Ich hatte so keine Erwartung und dachte, dass die Person, die mir das Buch empfohlen hat maßlos übertreibt. Dies jedoch tat sie nicht. Ich denke leider. Beim Lesen darf man sich nicht vorstellen, dass diese Geschichte der Wahrheit entspricht, denn sie ist echt hart. Man bekommt in den wenigen Seiten, die dieses Buch hat den Eindruck mal durchatmen zu müssen. Es geht schlag auf Schlag.
Ich kann das Buch empfehlen, aber nur wenn man keine Schwachen Nerven hat. Jedoch für angehende Therapeuten oder ähnliches wärmstens zu empfehlen.

Hier ein Zitat aus der ersten Seite:
" Ich bin spät dran. Ich muss den Abwasch rechtzeitig fertig haben, sonst gibt`s kein Frühstück. Und weil ich gestern keine Abendbrot bekommen habe, muss ich sehen, dass ich etwas zu essen kriege...."
und ein weiteres Zitat, etwa aus der Buchmitte:
"Von den Dämpfen, die entwichen, als das Ammoniak mit dem Clorex reagierte, tränten mir die Augen. Ich war verzweifelt, weil ich befürchtete, Mutters Zeitlimit zum Putzen des Badezimmers nicht einhalten zu können.
Nach ein paar Minuten dachte ich, dass ich mir die Seele aus dem Leib husten würde. Ich wusste, dass Mutter nicht nachgeben und ihr Spiel bis zum Äußersten treiben würde. Um es zu überleben, musste ich meinen Verstand gebrauchen. Ich legte mich auf den Boden und streckte mich der Länge nach aus...."

So das war ein Vorgeschmack und dann überlegt euch gut, ob ihr dieses Buch lesen möchtet.

Klappentext:

 "Du hast mein Leben zur Hölle gemacht. Jetzt ist es an der Zeit, dass ich dir zeige, wie die Hölle ist!" Mit diesen Worten zerrt die Mutter ihren fünfjährigen Sohn wie von einem teuflischen Plan besessen zum Herd und hält seinen Arm an die orange-blaue Gasflamme, bis ihnen der Geruch von versengter Haut in die Nase steigt.
Die schier unglaubliche Geschichte einer Kindesmisshandlung: Jahrelang wird Dave von der eigenen Mutter brutal geschlagen und in grausamen "Spielchen" beinahe umgebracht. Immer wieder wird er Zielscheibe ihrer ungezügelten Aggression – physische und psychische Folter von beinahe unvorstellbarer Grausamkeit. Einzugreifen und der rohen Gewalt ein Ende zu bereiten wagt in der Familie niemand. Erst als seine Lehrer sich einmischen, kommt für den bereits halb verhungerten Jungen die Rettung. 
Ein aufrüttelnder Schicksalsbericht, der uns alle mit der Frage konfrontiert, wie lange man die Augen vor elterlicher Gewalt verschließen darf.

Leseprobe:findet ihr   hier



EAN: 9783442150557
Originaltitel: A Child called 'It'
Sprache(n): Deutsch
ISBN: 3442150558
Seitenzahl: 160
Verlag: Wilhelm Goldmann Verlag München 
Länge/Breite: 185 mm/126 mm
Höhe/Gewicht: 14 mm/140 g
Übersetzer: Ulrike Ziegra

Meine Bewertung für dieses Buch Note 1,5 weil es einfach so sehr hart ist und die Nerven strapaziert. 

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