Samstag, 9. Mai 2015

Jules Tipps: Stephan Kulle – Riss im Glück

Jules Tipps: Stephan Kulle – Riss im Glück


Als ich das Buch zu lesen begann und gleich am Anfang mitbekam, dass es um einen Theologiestudenten geht, dachte ich: na toll und das wo ich auch so gläubig bin und damit so viel anfangen kann. Heute bin ich froh, dass ich es weiter gelesen habe. Denn es war das beste Buch, was ich nach "Grün- die Farbe der Hoffnung" gelesen hatte und selbst dieses übersteigt es bei weitem.




Ich finde es schade, dass ich es schon fertig gelesen habe, denn es gibt mir das Gefühl, dass es nie enden sollte. Das Buch ist nicht nur fesselnd und interessant, sondern es ist auch wahnsinnig lebendig geschrieben. Während des Lesens kamen mir Tränen, aber ein Großteil des Buches vermittelt Hoffnung und Freude. Zu meiner Freude war die Kirche zwar Thema, aber keineswegs übertrieben oder in den Mittelpunkt gerückt. Er beschreibt ein sehr interessantes Leben und auch fachliche Inhalte sind sehr verständlich beschrieben wurden. Ich lerne derzeit Ergotherapeutin und Inhalte dieses Buches konnten mir auch schon im Fach neurologische Behandlungsverfahren weiterhelfen. Ich hatte vor dem Lesen des Buches die Idee nach der Ausbildung im neurologischen Bereich Fuß zu fassen, dieses Buch war so interessant, dass sich dies gefestigt hat und ich mich näher und intensiver mit dem Bereich der Querschnittslähmung auseinander setze.

Fazit: Lesen lohnt sich, ich bin begeistert.

Zitat 
„Es war ein blöder Gedanke, aber er durchfuhr mich dennoch. Ich war nun 23 und ich hatte kein Gefühl für danach. Mir hatte auch keiner gesagt, ob alles auf der Kippe steht. Man beruhigte mich immer mit den Worten, dass die Neurochirurgen diese Operation schon sehr oft durchgeführt hätten; sie sollte meine Wirbelsäule stabilisieren und die Funktionsstörungen in meinem Körper beseitigen.

Über die letzten Monate hatten wir so eine Art symbiotische Beziehung entwickelt. Anfangs war es am einfachsten, mich auf Philipp zu konzentrieren. Wenn er mir das Signal gab, dass es geht, dann ging es auch. Wenn er lächelte, war das für mich ein untrügliches Zeichen, dass alles in Ordnung ist, dass es keinen Grund zur Sorge, zur Unruhe und Verzweiflung gibt. Dieses Verhältnis bewährte und verstetigte sich. Nicht nur ich hing davon ab, auch Ärzte Therapeuten und Verwandte stützen sich darauf.“

Klappentext
Mit 23 Jahren hatte der bekannte Journalist und Fernsehmoderator Stephan Kulle einen Autounfall. Diagnose: Querschnittlähmung. Heute steht er wieder fest auf beiden Beinen. Wie ihm das gelang, erzählt diese unglaubliche, bewegende Geschichte, die nicht nur Betroffenen Mut machen kann. 
»Ich bin heute froh und dankbar, dass ich nicht verzweifelt, nicht in Wut und Selbstmitleid ertrunken bin. Das konnte ich nur schaffen, weil ich nicht allein war, weil ich es nicht allein hinkriegen musste. Allein wäre ich aufgeschmissen gewesen.« Stephan Kulle
»Stephan Kulle war immer ein fröhlicher Mensch – auch im Rollstuhl oder auf Krücken. Nun läuft er wieder. Vielleicht ist die Fröhlichkeit das Geheimnis seines Erfolges.« Wolf von Lojewski

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Infos zum Buch
Autor: Stephan Kulle
Herausgeber Taschenbuch: Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN Buch: 978-3-596-18807-9
Seiten: 272
Preis Taschenbuch: 9,99 €
Bewertung: ☺☺☺☺☺

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