Samstag, 8. November 2014

Rachel Joyce - Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Rachel Joyce - Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry


Das Buch habe ich seit Anfang des Jahres im Regal stehen und nun endlich gelesen. 
Bevor ich es las wusste ich jedoch nicht, welche Erwartungen ich an das Buch stellen sollte. Ich wusste nur, dass es in der Buchgemeinschaft gelobt wurde, konnte mir aber nicht vorstellen, dass mir das Thema liegt. Also bin ich mit recht gemischten Gefühlen ans Lesen gegangen.

Doch ich war überrascht. Ich kam sehr gut in die Geschichte rein und begann Harold als Figur zu mögen. Die Idee hinter der Geschichte begeisterte mich. Für mich war das Besondere an diesem Buch nicht die Pilgerreise alleine oder die Gründe die Harold dazu bewegt haben die Reise durchzuhalten, sondern die Geschichten der Menschen, die er auf seinem Weg traf. Sympathisch war mir auch die Art und Weise, wie er den Weg bestritt. Das Symbol der Segelschuhe auf dem Buchcover passt daher sehr gut. Die Art und Weise wie Rachel Joyce die Geschichte schreibt, lag mir. Ich konnte es flüssig lesen lassen und verstand die Gedanken des Harolds. Bei einigen Dingen ließ die Handlung zu Beginn Lücken, die sich nach und nach schlossen.
Allerdings ziehe ich bei der Bewertung einen Smiley ab, weil mir die Handlung in der Mitte des Buches etwas langatmig vorkam. Mir fehlte das "ich-kann-das-Buch-einfach-nicht-aus-der-Hand-legen" Gefühl.

Zitat:
"Die Welt bestand aus Menschen, die einen Fuß vor den anderen setzten, und vielleicht kam einen das Leben eines Menschen gewöhnlich vor, nur weil er sehr lange genau das getan hatte: einen Fuß vor den anderen zu setzten. Harold konnte an keinem Fremden mehr vorbei gehen, ohne die Tatsache zu würdigen, dass alle Menschen gleich waren und doch einzigartig, und dass darin das Dilemma des Menschseins bestand."

Klappentext
Eigentlich wollte er nur zum Briefkasten. Dann geht er 1000 Kilometer zu Fuß.
Ein unvergesslicher Roman, der die ganze Welt erobert.

»Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben.«
Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle.
Ein ganz außergewöhnlicher und tief berührender Roman – über Geheimnisse, besondere Momente und zufällige Begegnungen, die uns von Grund auf verändern. Über Tapferkeit und Betrug, Liebe und Loyalität und ein ganz unscheinbares Paar Segelschuhe.

Auf der Longlist des Booker-Preises 2012.

Autor: Rachel Joyce
ISBN: 978-3-8105-1079-2
Seiten: 224
Preis E-Book: 9,99 €
Preis Taschenbuch: 9,99€
Preis gebunden: 18,99 €
Bewertung:☺☺☺☺

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